25.04.2019

Immer mehr Gefahrgutversender durch Lithiumbatterien

Gefahrguttransporte können nicht nur Mensch und Umwelt gefährden. Die wirtschaftlichen Risiken sind mindestens genauso groß. Das spüren Versender schmerzlich, wenn ihre Waren am Flughafen stehenbleiben oder Reeder eine Sendung nicht an Bord nehmen, weil sie falsch deklariert oder nicht korrekt verpackt wurde.

Litium-ionen Versand

Eine große Lernkurve gibt es dabei für die Neulinge unter den Gefahrgutversendern und -Transporteuren. Ihre Zahl steigt in den letzten Jahren mit dem Aufkommen der Lithiumbatterien.

Neuer Prüfbericht bald erforderlich

In diesem Bereich sorgt die technische Entwicklung für permanente Vorschriften-Änderungen. Ein Ende ist hier nicht abzusehen. So muss z. B. künftig für alle Lithiumbatterien, die nach dem 20. Juni 2003 hergestellt wurden, ein Prüfbericht nachgewiesen und bereitgestellt werden. Für diese neue Forderung aus ADR/RID, den Vorschriften für Straße und Schiene, gibt es eine Übergangsfrist bis 31. Dezember 2019.

Weitere Vorschriftenänderungen schon in der Warteschlange

Derzeit arbeiten internationale Gremien und in Deutschland die Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung an Kriterien für eine gefahrenbasierte Klassifizierung der Batterien. Denn für die Risikobetrachtung müssen nicht nur unterschiedliche Kriterien wie chemische Bestandteile, die Nennenergie und auch die Form der Batterien berücksichtigt werden, sondern auch der Anlass des Transportes: Also die Frage, ob die Batterien zu Testzwecken, separat oder eingebaut in Geräte oder zu Entsorgung befördert werden. Vor allem für den Transport defekter Batterien sollen die Vorschriften künftig noch detailliertere Regelugen enthalten.

Autor: Uta Fuchs