22.05.2018

IATA Gefahrgutvorschriften werden 2019 gelockert

Zum 1. Januar 2019 wird die Neuauflage der IATA DGR in Kraft treten und einige Erleichterungen bringen. Schon jetzt empfiehlt die IATA, mehr Toleranz walten zu lassen.

Gefahrgutvorschriften im Luftverkehr

Die Kontrollen im Luftverkehr sind bekanntlich für Gefahrgutsendungen besonders streng – da zählt jedes Komma und jeder Millimeter. Bei einer Anforderung an Gefahrgutkennzeichen zeigt sich die maßgebliche internationale Luftfahrtorganisation, die International Air Transport Association (IATA), jetzt jedoch etwas großzügiger.

Die Linien, die Gefahrgutkennzeichen begrenzen, müssen mindestens zwei Millimeter dick sein. So fordern es die Dangerous Goods Regulations (DGR) der IATA in Unterabschnitt 7.2.2.3.2 (a). Verstöße gegen diese Regelung konnten Sanktionen bis zur Ablehnung der Sendung nach sich führen.

Schon jetzt empfiehlt die IATA mehr Toleranz

Zum 1. Januar 2019 wird die 60. Auflage der IATA-DGR in Kraft treten. Dann soll Anforderung gestrichen werden, da sie nicht zu mehr Sicherheit im Luftverkehr beiträgt. Im Vorgriff auf diese Regelung empfiehlt die IATA jetzt, Verstöße gegen 7.2.2.3.2 (a) IATA-DGR als „kleinere Abweichung“ zu betrachten und somit zu tolerieren. Die Empfehlung finden Sie in der englischsprachigen „Specification of Hazard Labels“.

Die Regelung wurde 2015 mit einer zweijährigen Übergangsfrist in die Vorschrift aufgenommen. Ziel war damals u.a. eine Harmonisierung mit den Regelungen des ADR, basierend auf einer Regelung der UN Model Regulations. Unterdessen wurde das ADR aber wiederum geändert, so dass auch dort die Vorgabe nur noch bis 30. Juni 2019 gilt.

Autor: Uta Fuchs