19.02.2018

Ein Gefahrgutunfall kann schlimme Folgen haben

Ein Gefahrgutunfall birgt stets ein hohes Risiko für Mensch und Umwelt. Entsprechende Verhaltensregeln beim Gefahrguttransport sollten daher von den Verantwortlichen und Beteiligten unbedingt eingehalten werden. Nur wenn Beförderungspapiere ordnungsgemäß ausgefüllt sind und auch mitgeführt werden, können Helfer bei einem Gefahrgutunfall angemessen reagieren.

Gefahrguttransport

Ein Gefahrgutunfall ist schnell passiert. Verunglückt ein Gefahrguttransport, egal ob im Schienen-, Luft-, See- oder Straßenverkehr, dann können rasch gefährliche Situationen entstehen. Ein Risiko besteht für die verunglückten Personen und die Umwelt ebenso wie für Einsatzkräfte, aber auch für nicht unmittelbar beteiligte Dritte.

Dies rührt daher, dass viele Gefahrgüter bereits in niedrigen Konzentrationen oft nicht abzusehende Konsequenzen für Mensch und Natur haben können.

Verheerend können sich Gefahrgutunfälle auch auswirken, falls Gefahrgüter in das Grundwasser gelangen. Dabei kann es oftmals nötig sein, neben den beteiligten Personen und Transportmitteln auch die betroffenen Böden und die Umwelt zu dekontaminieren.

Bei einem Gefahrgutunfall richtig verhalten

Bis zum Eintreffen angeforderter Einsatz- und Hilfskräfte sollte der Fahrzeugführer

  • die Koordinierung der Aufgaben der am Unfallort Tätigen übernehmen, sowie
  • die in Unterabschnitt 1.4.1.2 ADR in Verbindung mit § 4 Abs. 2 GGVSEB geforderte Verständigung und
  • Information der Einsatz- und Sicherheitskräfte durchführen.

Auf der Grundlage der Angaben in den mitgeführten Begleitpapieren sowie der Kennzeichnung und Bezettelung von Ladung und Fahrzeug sollte die Information eine eindeutige Aussage zu Art und Menge der gefährlichen Ladung (UN-Nummer, Gefahrencode) enthalten.

Auf verletzte oder getötete Personen, ggf. bereits eingetretene Emissionen, entstandenes Feuer, Beeinträchtigungen von Oberflächen- und Grundwasser und zur Ortslage des Unfalls ist hinzuweisen.

Autor: WEKA Fachredaktion