04.06.2019

Wie Gefahrgut von der Straße auf Schiene und Schiffe verlagern?

Neue Wege für Gefahrgut: Daran forschen und arbeiten die Beteiligten des Projekts "ChemMultimodal". Dabei nutzen sie die Vorzüge von Bahn und Binnenschiff. Durch diesen multimodalen Güterverkehr konnten über achttausend Tonnen an CO2 eingespart werden.

Gefahrgut Schiene Straße Wasser transportieren

2016 startete das Projekt „ChemMultimodal“ mit dreijähriger Laufzeit. Die Teilnehmer aus Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn, Österreich, Italien und der Slowakei suchen für drei Jahre nach Möglichkeiten, Gefahrgut auf Schienen und Flüssen statt auf der Straße zu transportieren. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Die CO2-Emissionen bei Chemikalientransporten sind vor allem in Mitteleuropa bereits um über 7.500 Tonnen pro Jahr gesunken.

Dazu haben Projektpartner gemeinsam mit 58 Unternehmen insgesamt 40 internationale Transportverbindungen untersucht. Sie konnten 119 Mio. Tonnenkilometer Straßentransporte auf multimodale Transporte verlagern. Für weitere 19 Mio. Tonnenkilometer laufen die Tests noch.

Für die mitteldeutschen Chemiestandorte haben sich im Projektzeitraum die multimodalen Verbindungen verbessert. So startet Bahnspediteur Lineas im Dezember 2017 einen Zug, der dreimal wöchentlich von Schkopau nach Antwerpen fährt. Die Fahrzeit beträgt gut einen Tag. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die Frequenz vor kurzem auf fünfmal wöchentlich ausgeweitet. Auch die Terminals in Leipzig-Wahren und in Schwarzheide eröffnen neue Verbindungen.

Autor: Uta Fuchs