28.08.2017

Besondere Anforderungen an Beförderungspapier beachten

Eine polnische Sonderregelung hat in der letzten Zeit für Diskussionen über die Einträge im Beförderungspapier gesorgt. Jetzt hat sich die die WP.15, das zuständige internationale Gremium für Gefahrguttransporte auf der Straße, dazu geäußert.

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Während der letzten Sitzung haben die Gefahrgutexperten der WP.15 bestätigt, dass in das Beförderungspapier für die Gefahrguttransporte zusätzliche Angaben aufgenommen werden können. Das Gremium beklagte aber gleichzeitig, dass Sonderregelungen internationale Gefahrguttransporte wieder erschwerten. Derzeit  mehren sich in einigen europäischen Staaten die Bestrebungen, mit protektionistischen  Maßnahmen den Warentransport zu behindern. Das betrifft auch Gefahrguttransporte.

Die polnische Sonderregelung kam aus dem Warschauer Energieministerium. Es will mit Hilfe der zusätzlichen Angaben, nämlich Namen und Anschrift des Besitzers der gefährlichen Güter, gezielter gegen illegale Importe von Treibstoffen vorgehen. Die Kontrollbehörden wurden inzwischen angewiesen, keine Geldbußen mehr zu verhängen wenn der Eigentümer im Beförderungsdokument nicht genannt wird.

Welche Informationen das Beförderungspapier grundsätzlich zum beförderten Stoff oder Gegenstand enthalten muss, regelt Abschnitt 5.4.1 ADR.

Autor: Uta Fuchs