07.04.2016

Befüller (Gefahrgut)

gefahrgutunfall

Als Befüller definieren die Gefahrgutvorschriften Unternehmen, die Transportbehälter mit gefährlichen Gütern in flüssiger Form oder in loser Schüttung befüllen. Mögliche Transportbehälter sind z.B.

  • Tankfahrzeuge
  • Tankcontainer
  • Aufsetztanks
  • ortsbewegliche Tanks
  • Batteriefahrzeuge
  • MEGC (Multi Element Gas Container)
  • Groß- und Kleincontainer.

Pflichten des Befüllers von Gefahrgut

Befüller ist ein Unternehmen, das gefährliche Güter in loser Schüttung oder in Tanks übergibt – also im Grunde ein Verlader von nicht verpacktem Massengut. Ähnlich wie beim Verlader (Verfügungsgewalt Verladestelle) handelt es sich um den Betreiber der „Befüllstelle”.

Da diese Verantwortlichkeit sehr konkrete Handlungen betrifft, können Teile der Verantwortung auf den tatsächlich Befüllenden (z.B. Tankwagenfahrer) übergehen. Diese Pflichten sind jedoch an die Tathandlungen des Einfüllens gebunden und der Betreiber der Füllstelle steht nach wie vor in der Pflicht zu kontrollieren, ob beispielsweise die selbst befüllenden Fahrer die Vorschriften einhalten.

Häufig wird die Verantwortung als Befüller im Entsorgungsbereich von Unternehmen unterschätzt: Stellt ein Entsorger Abfallsammelcontainer (auch Tankcontainer) zur Verfügung, muss vom Unternehmen unter anderem geprüft werden, ob diese verwendet werden dürfen und Kennzeichnungsanforderungen erfüllt sind.

 

Autor: WEKA Redaktion