29.08.2019

Beanstandungen bei Gefahrgutkontrollen auf der Straße fast konstant

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat jetzt die Ergebnisse seiner Kontrolltätigkeit veröffentlicht. Die Zahl der Kontrollen ist erneut gesunken.

Zahl Gefahrgutkontrolle gesunken

Bei etwas über 12 % der Fahrzeuge, die letztes Jahr in eine Gefahrgutkontrolle geraten sind, stießen die Kontrolleure auf Fehler. 2017 lag diese „Trefferquote“ noch bei 11,6 %. Die Beanstandungsquote blieb damit fast konstant.

Die meisten Verstöße registrierten die Behörden bei Beförderungspapieren und schriftlichen Weisungen. Dann folgen Fehler bei Kennzeichnung und Bezettelung der Fahrzeuge und Versandstücke, gefolgt von Ausrüstung, Ladungssicherung sowie nicht korrekt umgesetzten Verpackungsvorschriften.

Die geringsten Verstöße gab es hingegen bei der Zulassungsbescheinigung der Fahrzeuge, der Schulung der Fahrzeugführer und der Fahrwegbestimmung.

Die Wahrscheinlichkeit, in eine Gefahrgutkontrolle zu geraten, ist in den letzten Jahren gesunken. 2018 setzte sich dieser Trend fort. 5.561 Fahrzeuge kontrollierte das BAG letztes Jahr auf der Straße – 1.265 Fahrzeuge weniger als im Jahr 2017 (siehe auch Tabelle).

Jahr 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Fahrzeuge, die in eine Gefahrgutkontrolle geraten
26.773 25.965 23.075 20.171 16.913 16.826 15.561

Seit 2012 verringert sich die Anzahl der vom BAG überprüften Gefahrgutfahrzeuge auf den Straßen. So haben die Kontrolleure von 2012 bis 2018 insgesamt 11.212 Fahrzeuge weniger überprüft. Parallel dazu sanken die festgestellten Verstöße von 2012 bis 2018 um mehr als die Hälfte.

Als Grund für die rückläufigen Kontrollen nennt das BAG die zunehmend aufwendiger und komplexer werdenden Kontrollaufgaben. Außerdem verlangen andere Bereiche, wie etwa die Kontrolle der Lenk- und Ruhezeiten, immer mehr Aufmerksamkeit.

Nach Angaben des BAG werden etwa gleich viele in- und ausländische Lkw überprüft. Dabei war im vergangenen Jahr die Beanstandungsquote bei ausländischen Gefahrgutfahrzeugen mehr als doppelt so hoch (16,07 % zu 7,53 %).

Autor: Uta Fuchs