14.09.2017

Zur Akzeptanz von Erdkabeln

Energierecht

Dieser Beitrag beleuchtet die verschiedenen Facetten, die in dem Begriff „Akzeptanz“ stecken und argumentiert, dass Energieunternehmen zu Recht die zusätzlichen Kosten, die durch die Erdverkabelung entstehen werden, weiterreichen. Dasselbe Recht steht den damit belasteten Unternehmen zu.

Akzeptanz als Grund für Erdverkabelung

In den jeweils einschlägigen Begründungen der Bundesgesetzblätter wird die Akzeptanz als maßgeblich treibendes Kriterium für eine Entscheidung hin zur Nutzung von Erdkabeln ausgewiesen. Fraglich ist allerdings, was unter dem Begriff der Akzeptanz zu verstehen ist. Denn er stellt kein homogenes Gebilde dar, sondern weist verschiedene Seiten mit unterschiedlichen Charaktereigenschaften auf. So besteht zum einen die Möglichkeit einer interdisziplinären Interpretation des Begriffs. Zum anderen muss auch das jeweilige Ziel der Akzeptanz in den Blick genommen werden. Denn neben der Verhütung negativer optischer Auswirkungen für die Bevölkerung wird häufig auch die Frage der deutlich erhöhten Kosten – auch mit Blick auf energieintensive Unternehmen – gestellt. Indessen wird diese Frage wenig beleuchtet, sondern mit Blick auf die Akzeptanz von Erdkabeln allgemein als gerechtfertigt hingenommen.

Zur Rechtsfigur der Akzeptanz: Akzeptanz als Ersatz staatlicher Legimität

Unter dem Eindruck schlechter Erfahrungen von Freileitungen wurde zunächst der Wille der Bevölkerung zum Ausbau der Stromtrassen untersucht, um eine vermutete Zustimmung im Voraus zu erreichen. …

Autor: Johannes Grell

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