Fachbeitrag | Energierecht
16.12.2014

Wichtigste Neuerungen der EEG-Novelle 2014

Am 01.08.2014 trat die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Kraft. Das EEG 2014 löste damit das bis dahin gültige EEG 2012 ab, wodurch sich auch die Grundlagen für die besondere Ausgleichsregelung erheblich veränderten. Die besondere Ausgleichsregelung ist nun in den §§ 63–69, 86, 91, 94, 97 und 103 EEG 2014 geregelt.

Novelle EEG© cmcderm1 /​ iStock /​ Thinkstock

Antragstellung

Das EEG 2014 hat das EEG 2012 mit Wirkung zum 01.08.2014 abgelöst. Daher werden alle Anträge, die 2014 gestellt wurden, nach dem EEG 2014 behandelt. Anträge, die noch nach den Vorgaben des EEG 2012 erstellt wurden, können durch das BAFA nicht anerkannt werden.

Antragsberechtigte Unternehmen

Das EEG 2014 knüpft die Antragsberechtigung nicht mehr an den Begriff des produzierenden Gewerbes, sondern bezieht sich stärker auf die Stromkostenintensität eines Unternehmens. Hierzu wurden stromkosten- und handelsintensive Branchen identifiziert und in einer Liste in Anlage 4 EEG 2014 zusammengefasst.

Wichtige Antragsvoraussetzungen

Gemäß § 64 Abs. 1 EEG kann ein stromkostenintensives Unternehmen eine Begrenzung nur erhalten, soweit es einer der in Anlage 4 EEG 2014 aufgeführten Branchen angehört und bestimmte Nachweise erbringt.

Ab dem Antragsjahr 2015 muss zudem jede Abnahmestelle über eigene Stromzähler an allen Entnahmepunkten und Eigenversorgungsanlagen verfügen.

Bei vollständigen und richtigen Antragsunterlagen wird im Folgejahr die EEG-Umlage begrenzt. Die endgültige Höhe der zu entrichtenden EEG-Umlage orientiert sich dabei nun an folgenden Einflussgrößen:

  • Höhe des Stromverbrauchs an den Abnahmestellen
  • Stromkostenintensität des Unternehmens
  • Bruttowertschöpfung des Unternehmens
  • Zuordnung nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige

 

Bild: © cmcderm1/iStock/Thinkstock

Autor: Future Camp Climate GmbH

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