Fachbeitrag | Beitrag aus „Energierecht“
18.12.2015

Verordnung zu abschaltbaren Lasten (AbLaV)

Richtig und falsch im Energierecht© triloks /​ Thinkstock

Nach § 13 Abs. 4a EnWG sind die Übertragungsnetzbetreiber aus ihrer Systemverantwortung für die Sicherheit oder Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems zur Beschaffung von Ab- und Zuschaltleistungen auf vertraglicher Basis verpflichtet. Die Beschaffung soll über transparente und diskriminierungsfreie Ausschreibungsverfahren erfolgen.

Die Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten (Verordnung zu abschaltbaren Lasten [AbLaV]) vom 28. Dezember 2012 konkretisiert die Vorgaben für die Übertragungsnetzbetreiber zur Durchführung der Ausschreibungen und verpflichtet sie zur Annahme eingegangener Angebote zum Erwerb von Abschaltleistung aus abschaltbaren Lasten bis zu einer Gesamtabschaltleistung von 3.000 MW.

Hintergrund ist die Sicherstellung von Netzstabilität in Spitzenlastzeiten, indem große Stromabnehmer vom Netz genommen werden können. Dies wird von den Übertragungsnetzbetreibern mit geeigneten Großabnehmern vertraglich vereinbart. Die Bereithaltung der Abschaltleistung und die tatsächliche Inanspruchnahme durch „Vomnetznahme“ werden den Großabnehmern von den Übertragungsnetzbetreibern vergütet (vgl. § 4 AbLaV). Die Übertragungsnetzbetreiber gleichen ihre Kosten horizontal aus und reichen die Kosten bis zum Endkunden weiter (vgl. § 18 AbLaV i.V.m. § 9 KWKG, der nach Maßgabe des § 18 Abs. 1 AbLaV entsprechend anzuwenden ist).

Als abschaltbare Lasten im Sinne der AbLaV gelten nach § 2 AbLaV Anlagen zum Verbrauch elektrischer Energie (Verbrauchseinrichtungen),

Autor: Dr. Timo Hohmuth 

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