Fachbeitrag | Beitrag aus „Energierecht“
08.09.2016

Verordnung zu abschaltbaren Lasten (AbLaV)

© triloks /​ Thinkstock

Die Bundesregierung unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat eine novellierte Verordnung zu abschaltbaren Lasten (AbLaV) beschlossen.

Hintergrund

Die Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten gibt vor, wie die Vereinbarungen zwischen Stromabnehmern und Übertragungsnetzbetreibern über abschaltbare Lasten gestaltet sein müssen. Stromabnehmer erhalten eine Vergütung, wenn sie sich bereit erklären, ihren Stromverbrauch zu senken, wenn es die Übertragungsnetzbetreiber zur Sicherung der Netzstabilität verlangen.

Die Verordnung zu abschaltbaren Lasten verpflichtet die Übertragungsnetzbetreiber zur Durchführung von Ausschreibungen i.S.v. § 13 Abs. 4a Satz 1 EnWG und zur Annahme eingegangener Angebote zum Erwerb von Abschaltleistungen aus abschaltbaren Lasten (vgl. § 1 AbLaV).

Definition abschaltbare Lasten

Unter abschaltbaren Lasten sind Verbrauchsreduktionen (v.a. energieintensiver Industrieunternehmen) auf Anforderung des jeweiligen Übertragungsnetzbetreibers zu verstehen, die einen Beitrag zur Netzsicherheit und zur Beseitigung von Störungen im Stromnetz leisten können.

Grundlegend ist die Systemverantwortlichkeit der Übertragungsnetzbetreiber für das Stromnetz. Nach § 13 Abs. 4a EnWG sind die Übertragungsnetzbetreiber wegen ihrer Verantwortung für die Sicherheit oder Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems auf vertraglicher Basis dazu verpflichtet, Ab- und Zuschaltleistungen zu beschaffen. Die Beschaffung solcher …

Autor: Dr. Timo Hohmuth

Sie sehen nur einen Ausschnitt aus dem Produkt „Energierecht“. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, „Energierecht“ 30 Minuten lang live zu testen - sofort, ohne Registrierung und mit Zugriff auf fast alle Funktionen.

„Energierecht“ jetzt 30 Minuten live testen!

Produkte und Veranstaltungen

Produktempfehlungen