Fachbeitrag | Beitrag aus „Energierecht“
18.12.2015

Teil 4 Abrechnung der Energielieferung, §§ 11-18 StromGVV

Richtig und falsch im Energierecht© triloks /​ Thinkstock

§ 11 StromGVV – Ablesung

Die Norm des § 11 StromGVV regelt, dass der Grundversorger zwecks Abrechnung die Ablesedaten verwenden darf, die er vom Netzbetreiber oder vom Messstellenbetreiber oder von dem die Messung durchführenden Dritten erhalten hat. Auf diese Weise werden die Kosten unnötiger Doppelablesungen vermieden.

Der Grundversorger kann die Ablesung der Messeinrichtung selbst vornehmen oder vom Kunden verlangen, dass dieser sie vornimmt, wenn dies zum Zwecke der Abrechnung (§ 12 StromGVV), anlässlich eines Lieferantenwechsels oder bei einem berechtigten Überprüfungsinteresses des Grundversorgers in Bezug auf das Ablesesergebnis erforderlich ist. Ist die Ablesung für den Kunden unzumutbar, so kann dieser im Einzelfall der Aufforderung zum Ablesen widersprechen. In dem Fall darf der Grundversorger für die eigene Ablesung kein gesondertes Entgelt verlangen.

§ 11 Abs. 3 StromGVV gibt dem Grundversorger die Befugnis, den Verbrauch zu schätzen, wenn der Netzbetreiber oder der Grundversorger das Grundstück und die Räume des Kunden nicht zum Zwecke der Ablesung betreten kann oder der Kunde eine vereinbarte Selbstablesung nicht oder verspätet vornimmt. Grundlage der Schätzung ist dabei die letzte Ablesung oder bei einem Neukunden der Verbrauch vergleichbarer Kunden. Die Schätzung hat die tatsächlichen Verhältnisse angemessen zu berücksichtigen.

§ 12 StromGVV – Abrechnung

Die Abrechnung des Elektrizitätsverbrauchs richtet sich nach § 12 StromGVV. Die Absätze 1 und 2 des § 12 …

Autor: Spyridon Papadopoulos 

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