14.09.2017

Reform des Emissionshandelssystems

Hintergrund

Der CO2-Preis war von knapp 30 Euro pro Tonne vor der Wirtschaftskrise 2008 zuletzt auf rund 5 Euro gesunken. Das sei zu niedrig, um Investitionen in den Klimaschutz anzukurbeln, klagen Politiker und Umweltschützer seit Langem.

Beschlüsse des Umweltausschusses im Europäischen Parlament für die vierte Handelsperiode 2021 bis 2030

Am 15. Dezember 2016 hat der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments (ENVI) Reformvorschläge für die vierte Handelsperiode im EU-Emissionshandelssystem von 2021 bis 2030 beschlossen. Diese sehen vor allem eine Verschärfung der Vorgaben vor. Unter anderem einigte sich der Ausschuss auf eine deutliche Anhebung des linearen Reduktionsfaktors und damit eine grundsätzliche Verschärfung der Minderungspfade, sodass die jährliche Menge an Emissionsberechtigungen abnimmt. Zudem sollen Berechtigungen aus der Reserve gelöscht werden, um durch eine Verknappung der verfügbaren Berechtigungen höhere und stabile Marktpreise für die Berechtigungen zu erreichen und so das System insgesamt wieder zu stärken.

Im Einzelnen

Die Markstabilitätsreserve

Eine Verdopplung der Marktstabilitätsreserve (MSR) von bislang 12 % auf 24 % soll helfen, den Preis der europäischen Emissionsberechtigungen (EUAs) zu stabilisieren. Zudem sollen zu Beginn der vierten Handelsperiode im Januar 2021 aus der Reserve 800 Millionen Berechtigungen gelöscht werden, die dann – anders als bislang vorgesehen – nicht mehr in der Folgeperiode zur Verfügung stünden. Optional könnten …

Autor: Dr. Timo Hohmuth

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