08.11.2017

Praktische Anwendungsmöglichkeiten von Kennzahlen

Messkonzepte WEKA

Absoluter/spezifischer Energieverbrauch

Bereits wenn Organisationen Energieleistungskennzahlen definieren, sollten sie sich vorher darüber klar sein, was sie mit ihr ausdrücken wollen. Zum Beispiel könnte sich der Gebäudeeigentümer eines Einfamilienhauses dazu entscheiden, nur den jährlichen witterungsbereinigten absoluten Energieverbrauch in kWh für die Gebäudeheizung zu betrachten und auf eine spezifische Kenngröße – etwa den Energieverbrauch pro Flächeneinheit – zu verzichten, da sich die beheizte Fläche vermutlich selten verändern wird. Auf der anderen Seite könnte es den Gebäudeeigentümer interessieren, wie sich der Anteil der durch Solarthermie gewonnenen Wärme zur Warmwassererzeugung am Gesamtenergieverbrauch derselben entwickelt und sich daher für eine spezifische Kenngröße in % entscheiden. In beiden Fällen handelt es sich um Zeitreihenbetrachtungen.

Merke

Relative Kennzahlen setzen den Energieeinsatz also immer in Bezug zu einer anderen Größe – häufig zu einer Rahmenbedingung oder einer Outputgröße im Produktionsprozess.

Der Energieverbrauch wird in einer für ihn typischen SI-Einheit angegeben (J, Ws bzw. Nm). Die Wahl der Größenordnung (kWh, MWh oder MJ, GJ) ermöglicht die praxisnahe Handhabung. Des Weiteren können auch Angaben wie z.B. Volumen für flüssige oder Masse für feste Brennstoffe wichtig werden.

Betrachtungszeitraum

Bei einem Zeitreihen-Vergleich stellen sich folgende Fragen:

  • Wie ist die energetische Ausgangsbasis definiert?

    Was ist der Referenzzeitraum?

Autor: Matthias Lisson

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