08.11.2017

Plausibilitätskontrolle bei Messungen

Messkonzepte WEKA

Dieser Beitrag beleuchtet die Ursachen dafür, dass Messungen mit Unsicherheiten behaftet sein können und er zeigt auf, wie mit diesen Messunsicherheiten nach ISO 50015 umzugehen ist.

Die Frage nach der Plausibilitätskontrolle von Messungen ist nicht erst seit der DIN ISO 50003 und der ISO 50015 für funktionierende und zielorientierte Energiemanagementsysteme von Relevanz. Plausible Messungen sind eine Anforderung der ersten Stunde der DIN EN ISO 50001. Die ISO 50015 vertieft hier nur, was bereits im Groben seit Jahren zu den Anforderungen an ein Energiemanagementsystem (EnMS) gehört.

Abb. 1: Ein typisches Beispiel für eine Plausibilitätskontrolle von Messungen Quelle: TENAG GmbH

Ursachen dafür, dass Messungen unplausibel oder die Ergebnisse unsicher sein können, gibt es viele. Nachfolgend seien exemplarisch einige Beispiele genannt:

  • Messfehler und Messgenauigkeit („Toleranz“ des Messgeräts)

  • gewählte Messmethode bzw. gewählte Berechnungsmethode

  • gewählte Grenzen

  • Auswahl der gemessenen Energien und Ausschluss nicht gemessener Verbraucher

  • Messintervall und Dauer der Messung

  • dem Energieverbrauch/der Ausgangsbasis zugrunde liegende Bereinigungsmethodik

  • Kompetenz und Fähigkeit des Messtechnikers

  • Clusterbildung (sofern vorhanden) und Übertragbarkeit der Ergebnisse

  • nicht erfasste Störgrößen

Wichtig ist für einen belastbaren M&V-Plan eine nachvollziehbar dokumentierte Verbesserung der energiebezogenen Leistung. Unabhängig von der ISO 50015 ist dies aber bereits eine Anforderung …

Autoren: Matthias Lisson , Prof. Dr. Stephan Ruhl , Jörg Fehling

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