Fachbeitrag | Beitrag aus „Energiemanagement“
18.12.2015

Pinchanalyse

© suphakit73 /​ Thinkstock

Die Pinchanalyse ist eine Sonderform einer Stoffstromanalyse.

Sie ermöglicht es, den Einsatz von Hilfsstoffen, Energie und Wasser in verfahrenstechnischen Prozessen und Anlagen zu analysieren und auf Basis dieser Analysen einer Optimierung zugänglich zu machen. Sie zeichnen sich durch einen hoch systematischen Ansatz aus, der, je nach Ausrichtung der Einzelanalyse, die Wirtschaftlichkeit, die Energieeffizienz oder andere Ergebnisse eines Betriebs signifikant verbessern kann. Während eine Stoffstromanalyse überwiegend massenorientiert ist, berücksichtigt eine Pinchanalyse die thermodynamischen Zustände des betrachteten Systems. Hierbei entsteht die Möglichkeit, Kälte- und Wärmeströme in Positionskreisläufen eines Unternehmens in übersichtlicher und informationshaltiger Form darzustellen.

Sie lässt sich sowohl bei der Planung von neuen Anlagen als auch bei der Beurteilung, sprich Auditierung, von vorhandenen Anlagen zum Einsatz bringen. Ein besonderer Schwerpunkt hierbei ist die prozessuale Optimierung von industriellen Prozessen, die durch einen hohen Verknüpfungsgrad gekennzeichnet sind.

Mithilfe der Pinchanalyse lässt sich das theoretische Potenzial für Wärmeeinsparung einer Unternehmung durch Wärmerückgewinnung quantifizieren, je nach Ausführung und unternehmerischer Struktur rechnet man hier mit Einsparpotenzial zwischen 15 und 40 % bei Amortisationszeiten von ein bis vier Jahren.

Geschichte der Pinchanalyse

Die Pinchanalyse ist auf Dr. Bodo Linhoff im Jahr 1978 zurückzuführen. …

Autor: Bernd Maur

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