Fachbeitrag | Beitrag aus „Energierecht“
18.12.2015

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)

© triloks /​ Thinkstock

Das Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz – KWKG), dessen Vorläufer (als „KWK-Vorschaltgesetz“) bereits im Jahr 2000 eingeführt wurde, sieht einen Fördermechanismus für elektrischen Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (also Anlagen, in denen die Erzeugung von Strom und Nutzwärme gekoppelt wird) vor, der in das öffentliche Netz eingespeist wird. Es wurde im Jahr 2013 umfassend novelliert. Der Mechanismus des KWKG ähnelt dem des EEG. Es handelt sich um eine im KWKG geregelte vorrangige Anschluss-, Abnahme- und Vergütungspflicht der Netzbetreiber gegenüber dem Betreiber einer hocheffizienten KWK-Anlage.

Der Netzbetreiber zahlt im Rahmen der Vergütung, die sich am üblichen Preis orientiert, dann einen Zuschlag an den Anlagenbetreiber, dessen Höhe von der Anlage (insbesondere ihrer installierten elektrischen Leistung und dem Zeitpunkt der Dauerinbetriebnahme) abhängig ist. Die Einspeisung des KWK-Stroms in das öffentliche Netz ist gleichrangig mit dem EEG-Strom. Die gesetzlich vorgesehene zusätzliche Vergütung für KWK-Strom (KWK-Zuschlag) wird ebenso wie die des EEG im Wege eines Belastungsausgleichs letztlich durch den Letztverbraucher im Rahmen des Strompreises refinanziert (vgl. § 9 Abs. 7 KWKG). Der KWK-Anteil am Strompreis ist von der Höhe des Jahresverbauchs des Letztverbrauchers abhängig und in drei Stufen gestaffelt (2015: 0,254 ct/kWh für einen Jahresverbauch von weniger als 100.000 kWh p.a.,…

Autor: Dr. Timo Hohmuth

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