29.07.2016

Kennzahlen: mögliche Stolpersteine

Obwohl Kennzahlen eine geeignete Planungs- und Entscheidungsgrundlage darstellen können, ist zu berücksichtigen, dass mit ihnen eventuell auch Probleme verbunden sind, die ihre Anwendung einschränken oder sogar unmöglich machen. Sie können zwar große und schwer überschaubare Datenmengen zu wenigen aussagekräftigen Größen verdichten, damit einher geht aber die Schwierigkeit, aus der Menge der zur Verfügung stehenden Informationen den optimalen Erkenntnisgewinn zu erhalten. Folgende Probleme im Zusammenhang mit der Anwendung von Kennzahlen sind denkbar:Einleitender Text und Abschnitte a) bis d) basieren auf Merkle, 1982, S. 329 f.

Erzeugung einer Kennzahleninflation

Es werden zu viele Kennzahlen gebildet, deren Aussagewert im Verhältnis zum Erstellungsaufwand letztlich zu gering ist bzw. schon von anderen Kennzahlen abgedeckt wird.

Fehler bei der Kennzahlenaufstellung

Die zur Bildung der Kennzahlen herangezogenen Basisdaten sind genau zu spezifizieren und exakt abzugrenzen. Eine Standardisierung von Kennwerten ist erforderlich, um deren Vergleichbarkeit im Zeitablauf zu gewährleisten. Sich im Zeitverlauf möglicherweise ergebendes falsches Zahlenmaterial kann ansonsten zu Fehlentscheidungen führen.

Mangelnde Konsistenz von Kennzahlen

Die Verwendung mehrerer Kennzahlen in einem Kennzahlensystem darf keinen Widerspruch auslösen. Es sollten nur solche Größen zueinander in Beziehung gesetzt werden, zwischen denen ein Zusammenhang besteht. Fehlende Konsistenz kann ansonsten zu gravierenden …

Autoren: Matthias Lisson , Prof. Dr. Stephan Ruhl , Jörg Fehling

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