09.11.2017

Energieeffizienz: Instrument für die Instandhaltung

Dieser Beitrag zeigt auf, über wie viele Ecken Energieeffizienz und die Instandhaltung miteinander verknüpft sind. Er geht auch auf die Frage ein, wie Instandhalter ganz praktisch in ihrem Arbeitsalltag auf eine gesteigerte Energieeffizienz hinwirken können.

Instandhaltung

Energieeffizienz und Instandhaltung gehen Hand in Hand. Denn gut gewartete Anlagen leben länger und sie laufen effizienter. Messungen bei Elektromotoren in den USA ergaben beispielsweise, dass durch eine bessere Wartung zwischen 3 % und 10 % der Stromkosten eingespart werden können. Dies ist den gesunkenen mechanischen Verlusten geschuldet, eine der signifikanten Ursachen für unnötig hohen Stromverbrauch. Anderes Beispiel: Pumpensysteme. Beschichtete Pumpenlaufräder und Pumpengehäuse bieten einerseits Schutz vor Erosion, Korrosion, Kavitation und chemischen Angriffen, reduzieren andererseits aber auch die Reibungsverluste. Das steigert dann den hydraulischen Wirkungsgrad.

Energiedaten liefern außerdem wichtige Informationen für die Instandhaltung

Zeigen die Energiedaten, dass eine Anlage oder Maschine auf einmal mehr verbraucht, ohne dass weitere Produktionsparameter verändert wurden, liegt es nahe, die Ursache im Verschleiß eines Bauteils oder in einem möglichen Betriebsproblem zu suchen. Viele automatische Energiemonitoringsysteme bemerken technische Probleme, bevor sie akut auftreten, und weisen darauf hin. So können Unternehmen von einer reaktiven hin zur proaktiven Instandhaltung gelangen und ungeplante Ausfallzeiten minimieren.

Freiräume für die Instandhalter

Dass kleinere Unzulänglichkeiten (lose Schrauben, abgenutzte Kabel etc.) nicht zu größeren Störungen führen, dafür sorgen kompetente und verantwortungsbewusste Mitarbeiter. Damit Unzulänglichkeiten erkannt werden, versetzen die Produktionsmitarbeiter ihre Maschine selbst, unter Anleitung der Instandhaltung, in einen akzeptablen Ausgangszustand. Für die Mitarbeiter in der Instandhaltung entstehen dadurch Freiräume, die z.B. für die energetische Optimierung einer Anlage genutzt werden können. Durch den regelmäßigen Besuch von qualifizierenden Veranstaltungen sind die Instandhaltungsmitarbeiter dann auch in der Lage, den richtigen Energieeffizienzmotor oder das passende Pneumatikventil gemäß dem Stand der Technik auszuwählen.

Eine Steuerung von Instandhaltungsmaßnahmen ist etwa über folgende Vorgehensweisen möglich:

  • Die elektrische Leistungsaufnahme eines Aggregats wird gemessen.
  • Die abgegebene Leistung wird ebenfalls erfasst, z.B. der Druck und die Fördermenge bei Pumpen.
  • Aus den Daten wird der Gesamtwirkungsgrad ermittelt.
  • Die Messungen werden entweder automatisiert oder regelmäßig im Rahmen der Inspektion durchgeführt und die Daten werden gespeichert.
  • Die Ergebnisse werden verglichen und damit wird die eventuelle Notwendigkeit von Instandsetzungs- und Wartungsmaßnahmen bestimmt.
Autor: WEKA Fachredaktion