23.09.2019

Einflussfaktoren auf die Energieeffizienz einer Heizungsanlage

Wie effizient ist Ihre Heizung? Sind Sie auf der Suche nach Ursachen für ihren (zu hohen) Energieverbrauch? Lesen Sie, welche Bedingungen die Energieeffizienz einer Heizungsanlage beeinflussen.

Energieeffizienz einer Heizungsanlage Infrarotbild

Verschmutzung von Wärmeübertragern

Die Höhe des Abgasverlustes einer Heizungsanlage wird u. a. durch Qualität und Quantität von Wartungstätigkeiten an Brennern und Wärmeübertragungsflächen beeinflusst. Schlecht gewartete und verschmutzte Wärmeübertrager führen zu einer verschlechterten Wärmeübertragung und damit zu höheren Abgastemperaturen: Der Abgasverlust erhöht sich! Zudem verschlechtern sich ggf. weitere u. a. sicherheitsrelevante Parameter, wie bspw. die CO- und/oder CO2-Konzentration des Abgases.

Die Verschmutzung von Wärmeübertragern führt dazu, dass die über den Brennstoff freigegebene Wärme im Abgas nicht optimal an das Heizungswasser übergeben werden kann. Heizungsanlagen sind daher regelmäßig zu warten und die Wärmeübertrager in diesem Zuge zu reinigen.

Wartung und Instandhaltung von Heizungsanlagen haben einen großen Einfluss auf die Höhe des Abgasverlustes!

Temperaturspreizung Vorlauf- zu Rücklauftemperatur

Es sollte darauf geachtet werden, dass im Heizungssystem eine angemessene Temperaturspreizung zwischen Vor- und Rücklauf vorliegt.

Zu hohe Vorlauftemperaturen sollten Sie vermeiden, da diese die Effizienz der Wärmeerzeugung beeinträchtigen können.

Andererseits führt eine zu geringe Temperaturspreizung zu einer nicht optimalen Fahrweise der Heizungsanlage, da zur Übertragung der notwendigen Heizleistung ein höherer Volumenstrom und damit ein höherer Pumpenaufwand erforderlich ist. Weiterhin muss bei kleiner werdender Temperaturspreizung die Fläche der Heizkörper zur Übertragung der Wärme an den Raum zunehmen. Bei herkömmlichen Heizkörpern liegt die Temperaturspreizung etwa bei 15 °C bzw. 15 K.

Beim Einsatz von Brennwerttechnik wird der Rücklauf über einen Abgaswärmetauscher geführt. Hier kühlt der Rücklauf den Abgasstrom und die Kondensationsenthalpie des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes wird zurückgewonnen. Damit ist zur Einstellung der notwendigen Vorlauftemperatur nur noch ein geringerer extern zuzuführender Energieaufwand (Brennstoffbedarf) notwendig: Die Energieeffizienz der Heizungsanlage steigt.

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Autor: Matthias Lisson