Expertentipp | Energieeffizienz
14.10.2016

Energiemanagementsystem implementiert? So geht es weiter!

Die Implementierung eines Energiemanagementsystems (EnMS) im Unternehmen ist mit Aufwand verbunden: Führungskräfte werden geschult, Mitarbeiter für das Thema Energieeffizienz sensibilisiert. Es können externe Berater ins Haus geholt, neue Messkonzepte entwickelt, sogenannte „Smart Meter“ installiert und Workflows verändert werden. Nach den ersten erfolgreichen Jahren, fragen sich viele Managementbeauftragte jedoch, was denn jetzt noch großartig kommen soll. Ende gut – alles gut?

Energiemanagementsystem-implementiert-was-nun-komm-danach© hobo_018 /​ Thinkstock

Arbeitet ein Unternehmen bereits seit längerer Zeit mit einem Energiemanagementsystem, sind den Mitarbeitern die Abläufe vertraut. Das Thema Energieeffizienz ist kein Novum mehr. Fach- und Führungskräfte kennen ihre Aufgaben innerhalb dieser Abläufe ebenso wie Mitarbeiter in administrativen Bereichen. Energiesparen geht alle an und betrifft nicht nur die großen Produktionsabläufe, sondern auch die energieeffiziente Beschaffung oder den richtigen Umgang mit Heizung und Beleuchtung in den Büros. Mit der einmaligen Implementierung eines Energiemanagementsystems ist es darum nicht getan, wenn man dauerhaft Energie einsparen will.

Regelmäßige Durchführung von Audits

Will man die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter halten und ihre Motivation zum Energiesparen festigen, so bedarf es kontinuierlicher Anstrengungen. Ein EnMS muss nicht nur in regelmäßigen Abständen ins Gedächtnis zurückgerufen, sondern auch als Prozess permanent weiterentwickelt werden. Eine wichtige Funktion nehmen dabei die Audits ein, die vorgeschrieben sind und deren Ablauf in der DIN EN 16247 festgelegt ist. Ihre regelmäßige Durchführung hält die Auseinandersetzung mit dem Thema sozusagen „automatisch“ wach.

Vernetzung Energiemanagementsystem mit Qualitäts- und Umweltmanagement

Die bereits vorhandenen Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme müssen nach Einführung des Energiemanagementsystems den Faktor Energie stärker berücksichtigen. Dieser Prozess ist jedoch keine Einbahnstraße, sondern ein lebendiges Wechselspiel, denn das Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung ist eine essenzielle Grundlage des Qualitätsmanagements. Darum wird eine Vernetzung mit dem schon vorhandenen Qualitätsmanagement umgekehrt dazu führen, dass dieses Prinzip auf das Energiemanagementsystem mitangewendet wird.

Kontinuierliche Weiterentwicklung

Hat man z.B. Aktionspläne erstellt, die zur Erreichung festgelegter Energieziele führen sollen, so müssen die vereinbarten Maßnahmen regelmäßig auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. Die anhand der Energiedatenerfassung gewonnenen Erkenntnisse führen zur wiederholten
Anpassung und Optimierung der Pläne und Programme. Auch die Ziele als solche unterliegen diesem Prozess. Das heißt, dass auch sie regelmäßig hinterfragt und ggf. neu formuliert werden.

Autor: Susanne Niemuth-Engelmann 

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