18.12.2015

Energieaudits nach DIN EN 16247-1

Energieaudits nach DIN EN 16247-1 sind zum einen für KMU vorgesehen, die den Spitzenausgleich für Energie- und Stromsteuer beantragen möchten, und zum anderen für Nicht-KMU als Pflicht im Rahmen des neuen EDL-G. Die Anforderungen aus § 55 EnergieStG und § 10 StromStG stellen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hohe organisatorische und finanzielle Belastungen dar. Daher sehen § 55 Abs. 4 Satz 2 EnergieStG und § 10 Abs. 3 Satz 2 StromStG vor, dass KMU alternative Systeme zur Verbesserung der Energieeffizienz betreiben können. Damit soll dem im Energiekonzept der Bundesregierung vom 28.09.2010 (BT-Drs. 17/3049) festgelegten Ziel Rechnung getragen werden, eine Überforderung von KMU abzuwenden und dennoch systematisch Ansatzpunkte zur Verbesserung der Energieeffizienz offenzulegen. Zu den alternativen Systemen zählen nach der Spitzenausgleich-Energieeffizienzverordnung (SpaEfV) zum einen ein System der energetischen Bewertung nach Anlage 2 der SpaEfV und das Energieaudit nach DIN EN 16247-1.

Für Nicht-KMU wird das Energieaudit spätestens ab 2015 von großer Bedeutung sein, da der Änderungsentwurf des EDL-G für Nicht-KMU eine Pflicht zur Durchführung von Energieaudits nach DIN EN 16247-1 vorsieht. Unternehmen ohne zertifiziertes EnMS müssen demzufolge alle vier Jahre den Nachweis eines Energieaudits erbringen, erstmalig zum 05.12.2015.

Hinweis

Energieaudit: Ein zum EnMS nach DIN EN ISO 50001 alternatives System ist das Energieaudit nach DIN EN 16247-1. Ein Energieaudit ist …

Autor: Irmgard Kunzmann Christian Pacher

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