23.06.2016

Ablauf und häufige Ergebnisse von Energieaudits in Industriebetrieben

Ein Energieaudit durchzuführen beinhaltet sowohl die Auswertung vorhandener Daten als auch die Besichtigung und Untersuchung der tatsächlichen Anlagen, nicht so, wie sie geplant sind, sondern so, wie sie errichtet und betrieben werden. Ein Energieaudit ohne eine Anlagenbesichtigung ist damit eigentlich unmöglich und weicht auch eindeutig von der Forderung der DIN 16247 ab. Nur bei einer Vor-Ort-Besichtigung können fehlerhafte Zustände, der Anlagenzustand, das Verhalten der Mitarbeiter im Zusammenspiel mit den Fertigungsprozessen gesehen und damit einer Bewertung zugänglich gemacht werden. Mit dem EDL-G wurden nicht nur Forderungen an die Unternehmen intensiviert, sondern auch die Anforderung an Energieauditoren. Insbesondere wurde die Frage der Haftung für fehlerhafte Beratung und Planungsfehler deutlich klarer und zum Vorteil des Kunden festgelegt. Dies ist einer der Gründe, warum eine relativ große Anzahl von Energieauditoren sich ausschließlich mit Querschnittstechnologien beschäftigt, da hier die Gefahr einer Falschberatung wesentlich kleiner ist.

Vorbereitung

Zur Vorbereitung eines Audits gehört insbesondere eine intensive Abstimmung zwischen Energieauditor oder Energieauditorenteam und dem zu auditierenden Unternehmen. Im Rahmen dieser Abstimmung sind Zeitpläne, Besuchspläne und Anforderungen an die Datenerhebung abzustimmen. Bei der Vorabanfrage von historischen Daten sollte darauf geachtet werden, dass diese nur in angemessener Weise abgefragt werden. In angemessener …

Autor: Bernd Maur

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