Vorschrift/Gesetz | Energieaudit
22.01.2015

Energieaudit für nicht KMU’s gefordert

Der Gesetzesentwurf zur Teilumsetzung der Energieeffizienzrichtlinie sieht vor, ab Ende 2015 auch nicht KMU’s zu einem Energieaudit zu verpflichten.

Energieaudit© milindri /​ thinkstockphotos.de

Gesetzesentwurf beschlossen

Am 5. November 2014 wurde der Gesetzesentwurf des BMWI zur Teilumsetzung der Energieeffizienzrichtlinie durch das Bundeskabinett beschlossen. Vorgelegt wurde der Entwurf vom Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel.

Die wesentlichste Forderung aus dem Gesetzentwurf ist, dass zukünftig auch alle nicht KMU in regelmäßigen Abschnitten ein Energieaudit gemäß DIN EN 16247-1 durchführen müssen. Dies soll unabhängig von etwaigen Steuererleichterungen oder der Inanspruchnahme der Härtefallregelung nach EEG bindende Pflicht werden.

 

Ende 2015 als Termin für Energieaudits

Als Termin für die späteste abgeschlossene Durchführung des ersten Energieaudits ist der 5. Dezember 2015 im Gespräch. Unter „regelmäßig“ versteht der Gesetzgeber an dieser Stelle einen Wiederholungszeitraum von vier Jahren.

Die Pflicht zum Energieaudit gilt nicht nur für das produzierende Gewerbe, sondern auch für Unternehmen aus Handel und Dienstleistung. Freigestellt sind Unternehmen, deren Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 betreiben, da hier die regelmäßige Tätigkeit des Audits ein Systembestandteil ist.

Energieaudits werden sehr häufig bewusst und auch unbewusst bereits von Organisationen umgesetzt. Allerdings werden diese Audits bisher selten nach der DIN EN 16247-1 durchgeführt. Gründe, ein Energieaudit nach der Norm umzusetzen, können beispielsweise die Sicherung der Qualität oder bestehende Anforderungen sein.

 

Inkrafttreten im Frühjahr angepeilt

EMAS wird in der Zukunft ebenfalls weiter anerkannt. Von dieser Änderung betroffen sind in Deutschland etwa 50.000 Unternehmen. Vorgegeben wird die Durchführung von Energieaudits in der Energieeffizienzrichtlinie 2012/27/EU vom 4. Dezember 2012. Diese muss von allen 28 Mitgliedstaaten der EU in innerstaatliches Recht umgesetzt werden.

Ziel der Verabschiedung durch den Bundestag und Bundesrat ist ein Inkrafttreten im Frühjahr 2015. Zur Zeit wird der Entwurf in Bundestag und Bundesrat beraten.

Der vom Kabinett beschlossene Gesetzesentwurf kann auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie eingesehen werden:

Entwurf als PDF

Die zugehörige Pressemitteilung sowie weitere Informationen sind ebenfalls auf der Seite des BMWi zu finden:

Zur Pressemitteilung

 

Bild: © milindri/thinkstockphotos.de

Autor: Bernd Maur 

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