26.06.2018

EEG-Umlagereduzierung: Fristende am 2. Juli 2018

Im Strompreis ist auch auch eine Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien (EEG-Umlage) enthalten, die jährlich neu festgelegt wird. Sie liegt für das Jahr 2018 bei 6,79 Cent/kWh. Unternehmen mit sehr hohen Stromverbräuchen können einen Antrag auf Verminderung dieser Umlage stellen. Lesen Sie mehr darüber, was sie dieses Jahr bei der EEG-Umlagereduzierung beachten müssen.

EEG-Umlagereduzierung

Stromintensive Unternehmen aus Branchen, die im internationalen Wettbewerb stehen, können eine EEG-Umlagereduzierung beantragen. Dies dient dazu, ihre Wettbewerbsfähigkeit sowie langfristig Arbeitsplätze zu erhalten. Insgesamt hat sich der Gesetzgeber auf 221 „stromkostenintensive Branchen“ geeinigt, die von der reduzierten EEG-Umlage profitieren.

Höhe der Vergünstigung

Die Höhe ist in der „Besonderen Ausgleichsregelung” festgelegt. Für jede Kilowattstunde nach Erreichen von 1 Gigawatt dürfen die Unternehmen aus diesen Branchen nicht mehr die volle EEG-Umlage, sondern lediglich 15 % davon zahlen. Betragen die Kosten für Strom mehr als 20 % der Wertschöpfung des Unternehmens, verringert sich die EEG-Umlage auf lediglich 0,5 % der Wertschöpfung. Unter dem Strich können Unternehmen so – je nach Stromverbrauch – eine fünf- bis sechsstellige Summe einsparen.

EEG-Umlagereduzierung beantragen

Für das Antragsjahr 2018 endet die gesetzliche Ausschlussfrist zur EEG-Umlagereduzierung eigentlich am Samstag, den 30. Juni 2018. Dabei gelten drei Besonderheiten:

  • Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verlängert die Frist, zu der Unternehmen alle relevanten Unterlagen für den Begrenzungsantrag abgeben müssen, auf den 2. Juli 2018
  • Für neu gegründete Unternehmen gilt eine verlängerte Ausschlussfrist. Welche Voraussetzungen dabei gelten, ist in 64 Abs. 4 EEG 2017 geregelt. Hier fällt das Fristende auf Montag, den 1. Oktober 2018.
  • Jedes antragstellende Unternehmen muss den Betrieb eines zertifizierten Energie- oder Umweltmanagementsystems nachweisen. Die Übergangsbestimmung nach § 103 Abs. 6 EEG 2017 gelten für das Antragsjahr 2018 nicht mehr.

Seit dem Antragsjahr 2015 müssen Unternehmen ihren Antrag elektronisch über das vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingerichtete Online-Portal ELAN-K2 stellen. Diese Unterlagen müssen sie innerhalb der Fristen hier hochladen:

  • den ausgefüllten Antrag selbst
  • den Prüfungsvermerk des Wirtschaftsprüfers mit sämtlichen Pflichtangaben
  • den Nachweis der Zertifizierung (für das Energie- oder Umweltmanagementsystem)

Weitere, nicht ausschlussrelevante Unterlagen:

  • Strom- und Netznut­zungsrechnungen sowie Stromlieferungsverträge für das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr
  • die geprüften Jahresabschlüsse für die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre
  • Nachweis über die Klassifizierung des Unternehmens und der beantragten Abnahmestellen durch die statistischen Landesämter in Anwendung der Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamts, Ausgabe 2008. Zugleich muss das Unternehmen die Einwilligung geben, dass sich das BAFA von den statistischen Landesämtern, bei denen das Unternehmen und seine Betriebsstätten registriert sind, die Klassifizierung übermitteln lassen darf.

Alle wichtigen Informationen, Merk- und Hinweisblätter zur Besonderen Ausgleichsregelung finden Sie hier:

www.bafa.de/DE/Energie/Besondere_Ausgleichsregelung/besondere_ausgleichsregelung_node.html

Autor: WEKA Fachredaktion