Fachbeitrag | Beitrag aus „Energierecht“
15.04.2016

Die neue Systemstabilitätsverordnung (SysStabV)

Richtig und falsch im Energierecht© triloks /​ Thinkstock

Die Verordnung zur Gewährleistung der technischen Sicherheit und Systemstabilität des Elektrizitätsversorgungsnetzes (Systemstabilitätsverordnung – SysStabV) vom 20.07.2012 (BGBl. I S. 1635, zuletzt geändert durch Art. 1 der Verordnung vom 09.03.2015, BGBl. I S. 279) hat den Zweck, eine Gefährdung der Systemstabilität des Elektrizitätsversorgungsnetzes durch Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien und aus Kraft-Wärme-Kopplung bei Über- und Unterfrequenzen zu vermeiden (vgl. § 1 SysStabV). Sie verpflichtet die Betreiber bestimmter Erzeugungsanlagen u.a. zur Sicherstellung des Betriebs ihrer Anlagen in einem festgelegten Frequenzbereich, um die Netzstabilität in Zeiten volatiler Einspeisung zu sichern. Dazu trifft die Systemstabilitätsverordnung bestimmte Vorgaben im Hinblick auf eine Nachrüstungspflicht der Anlagenbetreiber.

Novelle der Systemstabilitätsverordnung

Am 14.03.2015 ist eine grundlegende Novellierung der Systemstabilitätsverordnung in Kraft getreten. Sie regelt nunmehr auch die vom Gesetzgeber als dringend notwendig erachtete Nachrüstung von Windenergieanlagen, Biomasse- und Biogasanlagen (sowie Deponie-, Klär- und Grubengasanlagen), KWK-Anlagen und (kleiner) Wasserkraftanlagen, nachdem bislang nur Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie (Photovoltaikanlagen) erfasst waren, damit zukünftig sichergestellt ist, dass sich diese Anlagen nicht mehr zeitgleich bei einer Unterfrequenz von 49,5 Hz bzw. einer Überfrequenz von 50,2 …

Autor: Dr. Timo Hohmuth 

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