29.07.2016

Bestimmung des Jahresnutzungsgrads nach § 10 Wärmelieferungsverordnung

Der folgende Beitrag geht kurz auf verschiedene Möglichkeiten ein, um den Jahresnutzungsgrad einer Wärmeerzeugungsanlage zu bestimmen und zeigt dann beispielhaft, wie ein Analyseverfahren mit dem Heizungs-EKG dabei helfen kann. Unter dem Jahresnutzungsgrad versteht man das Verhältnis aus der jährlich erzeugten Heizwärmemenge für Raumwärme und Warmwassererzeugung (sofern vorhanden) zu der jährlich eingesetzten Brennstoffwärmemenge.

Bedeutung des Jahresnutzungsgrads

Dem Jahresnutzungsgrad kommt im Rahmen der am 01.07.2013 in Kraft getretenen Wärmelieferungsverordnung – WärmeLV vgl. Verordnung über die Umstellung auf gewerbliche Wärmelieferung für Mietwohnraum (Wärmelieferungsverordnung – WärmeLV) vom 07.06.2013 (BGBl. I S. 1409) eine zentrale Bedeutung zu. Diese regelt Form und Inhalt eines Wärmelieferungsvertrags. Dabei spezifiziert sie insbesondere die Kosten, die als Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden dürfen. Die Umstellung auf eine gewerbliche Wärmelieferung muss für den Mieter grundsätzlich kostenneutral erfolgen.

Zum Nachweis der Kostenneutralität ist nach § 10 Abs. 1 WärmeLV …

„… aus dem durchschnittlichen Endenergieverbrauch in einem Abrechnungszeitraum nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 … durch Multiplikation mit dem Jahresnutzungsgrad (JNG) der bisherigen Heizungs- oder Warmwasseranlage, bestimmt am Übergabepunkt, die bislang durchschnittlich erzielte Wärmemenge zu ermitteln.“§ 10 Abs. 1

Der Jahresnutzungsgrad der bisherigen Wärmeversorgungsanlage spielt hier folglich …

Autoren: Matthias Lisson , Prof. Dr. Stephan Ruhl , Jörg Fehling

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