Fachbeitrag | Energieeffizienz
19.03.2015

Beleuchtung in Kommunen

Die richtige Beleuchtung schafft für Städte und Kommunen mehr Sicherheit und Komfort. Dabei sind die lichttechnischen, normativen und gestalterischen Anforderungen ausgesprochen hoch und erfordern das umfangreiche Wissen von Fachleuten und Planern.

Beleuchtung© Joost Götze

Beleuchtung ist Investitionsgut

Die Grundlagen der Lichttechnik und Normung sollten zum Basiswissen all jener gehören, die mit Beleuchtung und Lichtplanung zu tun haben. Straßenleuchten sind für Kommunen dabei Investitionsgüter und oft weit über 20 Jahre im Einsatz. Hier sollte unbedingt auf langlebige und hochwertige Produkte gesetzt werden, sonst wird das vermeintlich günstigere Produkt auf längere Sicht das deutlich teurere.

Kommunale Auftraggeber haben einen großen Freiraum bei der Planung von Beleuchtungsanlagen. Viele Anlagen entsprechen heute nicht der Norm und werden es auch nach der Sanierung nicht. Schätzungen des ZVEI zufolge entsprechen ca. 50 % der Straßenbeleuchtungsanlagen nicht der Norm. Für die Innenbeleuchtung liegt dieser Wert aber deutlich niedriger. In dem Wissen um die Bedeutung und den Wert einer guten Lichtanlage für Anwender, Nutzer sollte die Entscheidung über den Umfang der Planung getroffen werden. Viele Lichtanlagen die heute entstehen, werden auch noch von der nächsten Generation genutzt. Dies ist eine Verantwortung der wir uns heute bewusst sein sollten.

Gute Qualität ist Voraussetzung

Qualität wird oft versprochen und erscheint in den Verkaufsunterlagen der Hersteller mit plakativen Aussagen. Aber wie kann die Kommune sicher sein, dass die Versprechen auch gehalten werden? Und was passiert, wenn dies nicht der Fall sein sollte? Größe, Tradition und Kompetenz der Unternehmen können eine erste Möglichkeit zur Beurteilung liefern. Hersteller, die seit vielen Jahren auf dem Markt sind und eine umfassende Kompetenz im Leuchtenbau haben, sind prädestiniert gegenüber solchen, die erst seit ein oder zwei Jahren als Anbieter unterwegs sind.

Mit der LED ist eine neue Technologie auf dem Markt, deren Eigenschaften und Merkmale noch nicht verbindlich genormt sind. Daneben gibt es auch gesetzliche Regelungen wie z.B. die Ökodesignrichtlinie 1194/2012, die Anforderungen für LED Betriebsgeräte und Module erstellt.

Optimal Planen

Aber nicht nur für Hersteller und Produkte gibt es Anforderungen, auch für die Anwendungen werden mit der EN 13201 für die Straßenbeleuchtung und 12464 für die Innenbeleuchtung die örtlichen Gegebenheiten in mehreren Schritten klassifiziert und Gütemerkmale für die Beleuchtung festgelegt. Hier spielen der Planer und die lichttechnische Planung eine entscheidende Rolle.

Im Planungsprozess geht es für den Planer darum, die Anforderungen in der Anwendung z.B. der Hauptverkehrstrasse oder in einem Klassenraum einerseits und die Möglichkeiten auf der Angebotsseite von Herstellern mit den Produkteigenschaften der Gerätetechnik, Lichttechnik und Elektrotechnik optimal zusammenzuführen.

Gute Qualität gilt für Produkte genauso wie für den Hersteller der Produkte selbst. Eine sorgfältige und detaillierte Betrachtung und Beschreibung der Anforderungen heute hilft zukünftige Kosten zu minimieren. Das ist praktizierte Nachhaltigkeit.

 

© Joost Götze

Autor: Kai Nitschke 

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