18.12.2015

Bauphysikalische Grundlagen des technischen Wärmeschutzes

Wärmebilanz eines Gebäudes

Der Energiebedarf eines Gebäudes wird auf der Basis einer Energiebilanz aus der Summe der ein- und ausströmenden Energiemengen ermittelt. Im Sinne eines Input-Output-Modells umfasst der Output sämtliche Energieverluste des Gebäudes. Dazu gehören die sogenannten Transmissionswärmeverluste, die durch Wärmeleitung hervorgerufen werden, und die Konvektions- oder Lüftungswärmeverluste. Ferner weist die Heizungsanlage Verluste beim Verbrennungsprozess und bei der Wärmespeicherung auf. Außerdem geht im Wärmeverteilsystem Energie durch Leitungsverluste verloren.

Zum Input der Wärmemengen, die in das Gebäude strömen, gehören der Energieinhalt des zugeführten Brennstoffs (z.B. Gas, Öl), die solaren Gewinne, die über die transparenten Gebäudeflächen einfallen, sowie die sogenannten inneren Gewinne, die von Menschen oder elektrischen Geräten innerhalb des betrachteten Gebäudes abgegeben werden. Um den Primärenergiebedarf des Gebäudes zu ermitteln, muss der Endenergiebedarf mithilfe von Primärenergiefaktoren gewichtet werden. Mit diesen Koeffizienten kann man berechnen, wie viel Primärenergie für die Bereitstellung der Endenergie aufgewendet werden musste. Der Primärenergieaufwand wird dabei von der Gewinnung der Primärenergieträger über die Energieumwandlung bis hin zum Transport zum Endabnehmer kumuliert.

In der Abbildung 1 sind die Energieströme des Gebäudes vereinfacht dargestellt.

Abb. 1: Energieströme eines Gebäudes

In der Energiebilanz sind noch weitere Verbraucher …

Autor: Prof. Dr. Wolfgang Schellong

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