Fachbeitrag | Beitrag aus „Energierecht“ 08.09.2016

Ausschreibungen nach dem EEG 2017

Garantierte Abnahmepreise für Energie aus Sonnenstrahlung, Windkraft und Biomasse kennt das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017 nicht mehr. Stattdessen konkurrieren Anbieter nun um vorab festgelegte Ausschreibungsmengen. Dieser Beitrag erklärt detailliert die Regelungen des EEG 2017 zum Ausschreibungsvorgang.

Einführung von Ausschreibungen

Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2009 führte die Direktvermarktung der erneuerbaren Energien auf dem Markt ein. Schon die Reform 2014 verlangte, in Zukunft das Fördersystem von festgesetzten Preisen auf wettbewerbliche Ausschreibungen umzustellen. Das EEG 2017 setzt das nun um. Ausschreibung bedeutet laut Legaldefinition im EEG 2017

„ein transparentes, diskriminierungsfreies und wettbewerbliches Verfahren zur Bestimmung des Anspruchsberechtigten und des anzulegenden Werts“.

Durch die Umstellung des Fördersystems auf wettbewerbliche Ausschreibungen soll die Höhe der Fördersätze für Wind- und Fotovoltaikanlagen, welche die erneuerbaren Energien zum Anlagenbetrieb benötigen, ermittelt werden. Ausgeschrieben wird die Abnahme der Strommenge durch die Bundesnetzagentur. Die Anlagenbetreiber können sich um die Förderung bewerben. Der Strom, den die Erneuerbare-Energien-Anlagen erzeugen, wird grundsätzlich nur noch bezahlt, wenn die Anlagen erfolgreich an einer Ausschreibung teilgenommen haben. Gefördert werden dann die Anlagen, die mit dem geringsten Betrag auskommen.

Künftig werden damit mehr als 80 % der erzeugten Strommenge aus neuen …

Autor: Dr. Timo Hohmuth

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