18.12.2015

Technischer Wärmeschutz: Anwendungen im Industriebetrieb

Bürogebäude

Die Gruppe der Nichtwohngebäude ist mit rund einem Drittel am Endenergieverbrauch des Gesamtgebäudebestands beteiligt. Deshalb leistet die energetische Sanierung von Büro- und Industriegebäuden einen signifikanten Beitrag zur Verbesserung der Energieeffizienz. Die Bewertungskriterien für energieeffiziente Nichtwohngebäude sind in der EnEV 2009 festgelegt. Als Maßstab für die Energieeffizienz gelten folgende Parameter:

  • der Jahres-Primärenergiebedarf des Gebäudes und

  • der Wärmeschutz der Gebäudehülle.

Der jährliche Primärenergiebedarf des Gebäudes für die Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung, Kühlung und die eingebaute Beleuchtung darf einen erlaubten Höchstwert nicht überschreiten. Dieser Höchstwert wird anhand eines Referenzgebäudes berechnet, das die gleiche Geometrie, Nettogrundfläche, Ausrichtung, Nutzung und Anordnung der Nutzungseinheiten wie das geplante Gebäude hat. Die energetischen Qualitäten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik für das Referenzgebäude werden in der EnEV definiert.

Die Außenhülle eines neu geplanten und gebauten Nichtwohngebäudes darf die in der EnEV angegebenen Höchstwerte nicht überschreiten. Als Maßstab gelten die mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten der Außenbauteile, die die Wärme übertragende Gebäudehülle bilden. Die erlaubten Grenzwerte sind in der Tabelle 1 dargestellt. Die opaken Außenbauteile umfassen dabei Außenwand, Dach, Decken, Böden. Transparente Außenbauteile sind Fenster und Fenstertüren.

Tab. 1: Höchstwerte der …

Autor: Prof. Dr. Wolfgang Schellong

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