31.07.2017

Voraussetzungen der Strafbarkeit

Tatbestand: Das Handeln einer Person muss den Tatbestand einer Strafvorschrift erfüllen (z.B. Verletzung oder Tod eines Menschen).

Rechtswidrigkeit: Rechtfertigungsgründe dürfen nicht vorliegen.

Schuld: Der Täter muss schuldhaft, nämlich fahrlässig oder vorsätzlich, gehandelt haben. Entschuldigungsgründe liegen nicht vor.

Begehungsformen einer Straftat

Die Straftat ist eine tatbestandsmäßige, rechtswidrige und schuldhafte Handlung. Unter einer Handlung versteht das Strafgesetzbuch jedes menschliche Verhalten. Folgende Hauptformen sind dabei zu unterscheiden:

Das aktive Tun, nämlich ein vom Willen beherrschtes Eingreifen in die Außenwelt (nicht: bloße Gedanken oder Absichten, nicht bei absoluter Gewaltanwendung und nicht bei sog. Reflexen).

Das Unterlassen eines aktiven Tuns, zu dem der Täter als Garant verpflichtet ist.

Bei den Unterlassungsdelikten sind zu unterscheiden, die sog. echten und unechten Unterlassungsdelikte. Beim echten Unterlassungsdelikt erschöpft sich die Straftat in dem Verstoß gegen eine Gebotsnorm und im bloßen Unterlassen einer im Gesetz geforderten Tätigkeit (z.B. Nichtanzeige geplanter Straften, § 138 StGB, oder in der unterlassenen Hilfeleistung, § 323c StGB).

Unechte Unterlassungsdelikte

Beim sog. unechten Unterlassen zieht das Nichttätigwerden einen weiteren Erfolg nach sich, zu dessen Abwendung der Unterlassende als Garant verpflichtet ist. Der Hauptanwendungsfall für die strafrechtliche Verantwortlichkeit des Unternehmers ist das unechte Unterlassungsdelikt. …

Autor: Dr. Jens Jühling

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