Fachbeitrag | Beitrag aus „ElektroCheck“ 04.08.2016

Überspannungs-Schutzgeräte (SPD = Surge Protectiv Device)

Die DIN EN 62305-4 behandelt Schutzmaßnahmen (SPM – Surge Protection Measures), um das Risiko bleibender Schäden an elektrischen und elektronischen Systemen in baulichen Anlagen zu minimieren bzw. zu vermeiden. Hauptbestandteil dieser Schutzmaßnahmen sind Maßnahmen zur Verringerung des Risikos von Ausfällen durch LEMP (Lightning Electromagnetic Pulse).

Eine Maßnahme ist z.B. der Einsatz von Überspannungs-Schutzgeräten. Diese werden zum Schutz gegen die Wirkungen von eingekoppelten Blitzimpulsen, leitungsgebundenen und induzierten Überspannungen verwendet.

Damit ein durchgängiges, funktionierendes Schutzsystem erreicht wird, ist es notwendig, SPDs sowohl in Stromversorgungs- als auch in Daten-, Telekom-, Mess- und Regeltechnikleitungen einzusetzen.

Es sollte ein koordiniertes SPD-Schutzsystem angewendet werden. Koordiniert bedeutet, dass die SPDs nach ihren Belastungsparametern (Stromtragfähigkeit, Restspannungspegel) ausgewählt werden und in der richtigen Reihenfolge aufeinander abgestimmt für alle in die Anlage geführten Leitungen eingesetzt werden. Der Einsatz der SPDs erfolgt nach dem Blitzschutzzonen-Konzept. An den Schnittpunkten der Leitungen mit den Zonen, die vom Fachmann definiert werden, sind die SPDs montiert. Besonders effektiv ist die Einführung aller elektrischen Versorgungsleitungen an einem Ort in die zu schützende Anlage. An diesem Schnittpunkt mit der definierten Zone werden nach dem SEP-Prinzip (Single-Entry-Point-Prinzip) alle ankommenden und abgehenden Leitungen …

Autor: Helmut Zitzmann

Sie sehen nur einen Ausschnitt aus dem Produkt „ElektroCheck“. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, „ElektroCheck“ 30 Minuten lang live zu testen - sofort, ohne Registrierung und mit Zugriff auf fast alle Funktionen.

„ElektroCheck“ jetzt 30 Minuten live testen!