17.12.2014

Mit Unterweisungen Stromunfälle vermeiden

In der Elektrotechnik passieren viele Unfälle durch Verhaltensfehler und Unkenntnis. Unfallursache Nummer eins ist die Missachtung der fünf Sicherheitsregeln. Da Elektrounfälle zu den am häufigsten tödlich verlaufenden Arbeitsunfällen gehören, sind regelmäßige Unterweisungen des elektrotechnischen Personals umso wichtiger.

Unterweisung

Nach dem Arbeitsschutzgesetz und der DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ gehört die Unterweisung der Mitarbeiter zu den Pflichten eines jeden Unternehmers. Unterweisungen sollten mindestens einmal jährlich erfolgen.

Mithilfe wiederkehrender Unterweisungen der Elektrofachkräfte (EFK), Elektrofachkräfte für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT) und elektrotechnisch unterwiesenen Personen (EuP) können Stromunfälle vermieden werden.

Inhalte von Unterweisungen

Inhalte von Unterweisungen sollten daher sein:

  • die möglichen Gefahren und Risiken
  • der richtige Umgang mit Werkzeugen und Arbeitsmitteln
  • die notwendigen Schutzeinrichtungen und Schutzmaßnahmen
  • Verhaltensregeln bei Störungen
  • die Verteilung der Aufgaben und der Verantwortlichkeiten im Betrieb und im eigenen Arbeitsbereich
  • die rechtlichen Grundlagen

Unterweisungen durchführen

Für die Unterweisung der Mitarbeiter stehen dem Arbeitgeber verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Inhouse-Schulungen durch einen externen Anbieter
  • Unterweisung durch einen befähigten Mitarbeiter des Unternehmens
  • E-Learning-Kurse, mit denen sich jeder Mitarbeiter selbst schulen kann, wann es ihm terminlich am besten passt
  • Webinare, also Seminare am Computer

Praktische Unterweisung nicht vergessen

Neben der Theorie darf die Praxis natürlich nicht vernachlässigt werden. Unerlässlich ist daher die praktische Einweisung der Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz mit den zu verwendenden elektrischen Arbeits- und Betriebsmitteln, Gefahr- und Arbeitsstoffen.

Dokumentation der Unterweisung

Den Abschluss einer jeden Unterweisung bildet deren schriftliche Dokumentation. In der Dokumentation sind u.a. folgende Inhalte aufzuführen:

  • Firma, Abteilung
  • Name des Unterweisenden
  • Datum, Uhrzeit
  • Themen der Unterweisung
  • Termin für die nächste Unterweisung
  • Name der unterwiesenen EFK/EFKffT/EuP (mit eigener Unterschrift)

 

Unterweisungsprotokoll
Beispiel für ein Unterweisungsprotokoll
Autor: Christina Wernicke