28.07.2016

Konzept des Explosionsschutzes

Das Schutzkonzept für den Explosionsschutz ist rechtlich im § 11 der Gefahrstoffverordnung niedergelegt. Dort wird ein dreistufiges Maßnahmenkonzept vorgegeben, wobei die einzelnen Stufen nicht gleichwertig nebeneinander stehen, sondern in einer Rangfolge angeordnet sind.

Diese Maßnahmen des Explosionsschutzes und ihre Rangfolge sind:

  1. Gefährliche Mengen oder Konzentrationen von Gefahrstoffen, die zu Brand- oder Explosionsgefahren führen können, sind zu vermeiden.

  2. Zündquellen, die zu Bränden oder Explosionen führen können, sind zu vermeiden.

  3. Schädliche Auswirkungen durch Brände oder Explosionen auf die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten und anderer Personen sind soweit wie möglich zu verringern (§ 11 GefStoffV).

Diese Maßnahmen des Explosionsschutzes und ihre Rangfolge sind zusammenzufassen unter die Begrifflichkeiten:

  1. primärer Explosionsschutz

  2. sekundärer Explosionsschutz

  3. konstruktiver Explosionsschutz

Primärer Explosionsschutz

Die Maßnahmen zur Vermeidung explosionsfähiger Atmosphäre werden in der Gefahrstoffverordnung durch Gebote beschrieben. Diese lauten:

  1. Ersatzgebot, also andere Stoffe einzusetzen, falls nach dem Stand der Technik möglich

sowie bei den baulichen und technischen Maßnahmen gegen Brand- und Explosionsgefahren

  1. das Verhinderungsgebot bzw. Einschränkungsgebot, d.h. betriebsmäßig dürfen keine Gefahrstoffe freigesetzt werden

  2. Begrenzungsgebot, d.h. deren betriebliche Freisetzung ist einzuschränken

  3. Vermeidungsgebot, z.B. durch Absaugung

  4. Beseitigungsgebot,…

Autor: Klaus Wettingfeld

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