23.06.2017

Isolationskoordination und Mindestabstände

Isolationskoordination: Verfahren zur Bemessung der isolierenden Luft- und Kriechstrecken für elektrische Betriebsmittel und Anlagen

Mit Isolationskoordination wird – ganz allgemein – das Verfahren und die ermittelten Ergebnisse zur Bemessung der isolierenden Luft- und Kriechstrecken für elektrische Betriebsmittel und Anlagen bezeichnet. So gilt z.B. für Niederspannungsanlagen DIN EN 60664 (VDE 0110-1:1997) Teil 1 und 5 „Isolationskoordination für elektrische Betriebsmittel in Niederspannungsanlagen“. Diese Norm bezeichnet als Bemessungskriterien die

  • Mindestluftstrecke, die unabhängig von den Umgebungsbedingungen einzuhalten ist,

  • Kriechstrecke, die entlang einer Isolierstoffoberfläche mindestens einzuhalten ist, um Überschläge entlang dieser Strecke sicher zu vermeiden (als Kriechstrecke ist generell die kürzeste Entfernung entlang der Oberfläche eines Isolierstoffs zwischen zwei leitenden Teilen definiert), und

  • Kriechstrecke für definierte Verschmutzungsgrade zur Vermeidung des Versagens durch Kriechwegbildung.

Das Verfahren gestattet die Berücksichtigung und Bemessung von zusätzlicher und verstärkter Isolierung. Eine Kriechstrecke darf demnach nicht kleiner sein als die zugehörige Luftstrecke.

Die Isolationskoordination sorgt als Verfahren dafür, dass für gleiche Beanspruchungen unter gleichen Bedingungen immer gleich dimensioniert werden kann. Damit werden Herstellern und Betreibern elektrischer Betriebsmittel und Anlagen einheitliche Vorgaben auferlegt, auf die auch das …

Autor: Prof. Dr. Jörg Adamus -Ing. habil. Jürgen Kupfer

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