Fachbeitrag | Beitrag aus „ElektroCheck“ 13.10.2016

Info

Allgemeines

Fehlerschutzschalter bzw. Fehlerstrom-/FI-Schutzeinrichtungen (RCD) dienen als Zusatzschutz und sollen den Schutz gegen elektrischen Schlag auch bei Versagen des Basis- und oder Fehlerschutzes gewährleisten. Deshalb darf eine maximale Berührungsspannung UL nicht überschritten werden.

Eine FI-Schutzeinrichtung muss spätestens bei I?N auslösen, darf jedoch nicht bei weniger als 50 % von I?N auslösen. Die maximale Zeit bis zum Abschalten wird mit tA = 0,2 s festgelegt.

Normenreihe der FI-Schutzeinrichtungen

Nennauslöseströme I?N: 10, 30, 100, 300, 500 mA

FI-Schutzeinrichtungen: Berührungsspannung

Allgemein zulässig ist eine maximale Berührungsspannung UL von 50 V AC. Unter besonderen Bedingungen wird eine maximale Berührungsspannung UL von 25 V AC gefordert.

Erdungswiderstand

Es ergibt sich ein maximaler Wert des Erdungswiderstands RA aus der Forderung RA x IA = UL. Dabei ist IA der auftretende Abschaltstrom, bei Fehlerstromschutzschaltern I?N der Nennfehlerdifferenzstrom.

IA

10

30

100

300

500 mA

RA bei UL = 50 V

5.000

1.666

500

166

100 Ohm

RA bei UL = 25 V

2.500

833

250

83

50 Ohm

Messung bei FI-Schutzeinrichtungen

Es wird überprüft ob die FI-Schutzeinrichtung zwischen 50 % und maximal 100 % I?N schaltet.

Zusätzlich wird der Wert der Berührungsspannung festgestellt.

Die maximale Abschaltzeit tA wird ermittelt und entweder direkt angezeigt oder es wird nur „OK“ angezeigt. OK bedeutet: Die maximale Auslösezeit tA und der Differenznennfehlerstrom I?N sind in Ordnung. …

Autor: Stefan Euler

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