Fachbeitrag | Beitrag aus „Arbeitsanweisungen für die Elektrofachkraft“ 07.09.2016

Handschutz bei elektrotechnischen Arbeiten

Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) zum Handschutz fallen in den Geltungsbereich der PSA-Herstellerrichtlinie (89/686/EWG). Daraus ergibt sich vor Inverkehrbringung die Pflicht zur Durchführung einer Baumusterprüfung. Sie stellt die Einhaltung der Anforderungen der Richtlinie und entsprechender harmonisierter Normen sicher.

Allgemeines zum Handschutz

Bei der Auswahl von Schutzhandschuhen sind die Forderungen nach bestmöglichem Schutz einerseits und nach Tragekomfort, Tastgefühl und Greifvermögen andererseits abzuwägen. Des Weiteren ist auch auf die richtige Wahl der Schutzhandschuhgröße zu achten.

Bei elektrotechnischen Arbeiten werden in erster Linie elektrisch isolierende Schutzhandschuhe, teilweise kombiniert mit Überhandschuhen, eingesetzt.

Handschutz: Klassifizierung

Grundanforderungen an Schutzhandschuhe sind u.a. in der DIN EN 420 beschrieben. Für bestimmte Schutzbereiche gibt es weitere EN-Normen, für elektrisch isolierende Handschuhe die DIN EN 60903. Die Kennzeichnung, gegen welche Einwirkung der Schutzhandschuh schützen soll, muss auf dem Produkt oder der kleinsten Verpackungseinheit und in der Gebrauchsanleitung angebracht sowie erläutert werden.

Jeder Schutzhandschuh muss wie folgt gekennzeichnet sein:

  • Name des Herstellers oder Lieferers

  • Handschuhbezeichnung (Artikelname oder -code)

  • Größenangabe

  • CE-Kennzeichnung

  • Piktogramm mit Angabe der angewendeten Norm

Für isolierende Handschuhe gilt zusätzlich:

  • für das Piktogramm steht das Bildzeichen Doppeldreieck (s. …

Autor: Jühling

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