07.09.2016

Funktion und Störung des Neutralleiters

Definition Neutralleiter

In einem Niederspannungsnetz wird jener Leiter, der mit dem Sternpunkt eines Dreiphasenwechselstromsystems verbunden ist, als „Neutralleiter“ bezeichnet. Der Neutralleiter wird immer mit dem Buchstaben N bezeichnet und ausschließlich mit der Farbe Blau gekennzeichnet. Oftmals wird auch der Begriff „Nullleiter“ verwendet, was grundsätzlich falsch ist. Dieser Begriff ist die alte Bezeichnung für den heutigen PEN, bei dem die Funktion des PE (Schutzleiter, protection earth) mit der des N in einem Leiter kombiniert ist. Diese Art der Nullung ist jedoch nur noch unter ganz bestimmten Bedingungen erlaubt.

Ausgleich durch Neutralleiter

In einem symmetrisch belasteten Dreiphasenwechselstromnetz, der Sternschaltung, sind alle Ströme in den Außenleiter gleich groß und die Ströme heben sich gegenseitig auf. Infolgedessen fließt im Neutralleiter kein elektrischer Strom. Erst durch eine ungleichmäßige Belastung der Außenleiter, z.B. einphasige Wechselstromverbraucher, fließt im Neutralleiter ein Strom, der die dadurch entstandene Asymmetrie ausgleicht.

Hinweis

Laut VDE 0100-200 ist der Neutralleiter ebenso wie die Außenleiter ein aktiver Leiter und dafür vorgesehen, im gängigen Betrieb Strom zu führen.

Wenn zur Speisung von überwiegend linearen Verbrauchern mit sinusförmigem Stromverlauf aus dem Dreiphasennetz beim Endverbraucher drei verschiedene Wechselstromkreise gebildet werden, sollten diese Lasten gleichmäßig auf die drei Außenleiter verteilt werden, sodass …

Autor: Udo Mathiae

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