Fachbeitrag | Beitrag aus „ElektroCheck“ 23.08.2016

Freischalten

Freischalten

Der Teil der Anlage, an dem gearbeitet werden soll, muss von allen Einspeisungen allpolig und allseitig freigeschaltet worden sein. Dies ist durch Trennstecken in Luft oder gleichwertige Isolation herzustellen. Es ist sicherzustellen, dass kein Überschlag erfolgen kann. Da auch nach dem Freischalten noch Teile der Anlage unter Spannung stehen können, z.B. Kabel, Kondensatoren, Wicklungen, müssen diese mit geeigneten Vorrichtungen entladen werden.

Freigeschaltet ist nur, wenn allseitig, also von allen möglichen Einspeiserichtungen, ausgeschaltet wurde. Darauf ist besonders zu achten, wenn mit Rückspannung zu rechnen ist oder von unterschiedlichen Quellen in Anlagenteile/Anschlussräume eingespeist wird.

Mit Rückspannung ist z.B. zu rechnen, wenn:

  • Spannungswandler,

  • Transformatoren,

  • Ersatzstromversorgungsanlagen installiert sind oder

  • unübersichtliche vermaschte Netze vorhanden sind.

Transformatoren sind deshalb immer ober- und unterspannungsseitig freizuschalten!

Ladungs- und Restspannungen können ebenfalls gefährlich sein. Deshalb sind Kabel, Kondensatoren und Wicklungen vor Beginn der Arbeit unbedingt zu entladen.Die notwendigen Entladevorrichtungen müssen den Gegebenheiten (Nennspannung, Ladungsenergie) angepasst sein. Bei Nennspannungen über 1 kV müssen diese Vorrichtungen mithilfe einer Isolierstange an das zu entladene Anlagenteil herangeführt werden.

Beim Freischalten beachten:

Kondensatoren und Kabel können sich nach Aufheben einer Erdung und Kurzschließung …

Autor: Stafan Euler

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