11.11.2017

Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs)

Elektrofachkraft

Geschichte

Die ersten Patente für Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) gab es schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

Die ersten ausgereiften Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen gab es Anfang der 1950er-Jahre. Diese waren mit den heutigen Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen vergleichbar, hatten allerdings noch einen Auslösedifferenzstrom von 0,3 A. Für den Brandschutz war dieser Auslösewert akzeptabel, allerdings noch nicht für den Personenschutz. Eine geringere Auslöseschwelle wurde zu jener Zeit aus wirtschaftlichen Gründen verworfen.

Eine wirtschaftliche Lösung mit geringeren Auslöseschwellen gab es mit der Ende der 1950er-Jahre von Prof. Gottfried Biegelmeier weiterentwickelten Fehlerstrom-Schutzeinrichtung. Mit der Weiterentwicklung der Technik für Fehlstrom-Schutzeinrichtungen konnten die Auslöseschwellen schrittweise reduziert werden.

In den darauffolgenden Jahren wurden Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen als Fehlerstrom-(FI-)Schutzschaltung in den Normen zwar als Schutzmaßnahme genannt, jedoch nicht vorgeschrieben.

Im Jahr 1984 wurde die dritte Schutzebene (zusätzlicher Schutz) mittels FI-Schutzeinrichtung in der VDE-Norm eingeführt

Erst seit dem Jahr 1984 wurde die als FI-Schutzeinrichtung bezeichnete Schutzmaßnahme, mit einem Nennfehlerstrom I?n ≤ 30 mA, in Badezimmern bei Steckdosen in unmittelbarer Umgebung zur Dusche oder Wanne (Bereich 3) vorgeschrieben. Damit wurde, nach der ersten Schutzebene (Basisschutz) sowie der zweiten Schutzebene (Fehlerschutz), die dritte Schutzebene,…

Autor: Dipl.-Ing. Karsten Callondann

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