Fachbeitrag | Beitrag aus „ElektroCheck“
11.08.2016

Erläuterung: Arbeiten in den Gefahrenzonen

Gefahrenzone: Allgemeine Fragestellung

Welche Arbeiten können an und in elektrischen Anlagen in einer Gefahrenzone durchgeführt werden?

Nicht elektrotechnische Arbeiten in der Gefahrenzone

Wenn in einer Gefahrenzone nicht elektrotechnische Arbeiten, z.B. Bauarbeiten, durchgeführt werden müssen, geht es zunächst darum, ob diese Tätigkeiten

  • unter Aufsicht (eine Elektrofachkraft oder eine elektrotechnisch unterwiesene Person ist ständig anwesend) oder

  • ohne Aufsicht durchgeführt werden.

Für Laien ohne Aufsicht ist grundsätzlich eine Markierung oder Abschrankung außerhalb des Abstands nach Tabelle 4 der DGUV Vorschrift 3 bzw. Tabelle 103 der VDE 0105-100 nötig.

Werden derartige Arbeiten in einer Gefahrenzone unter der Beaufsichtigung einer in die Anlage eingewiesenen Elektrofachkraft oder elektrotechnisch unterwiesenen Person ausgeführt, ist auch eine Markierung oder Abschrankung notwendig, allerdings außerhalb der Schutzabstände nach Tabelle 3 der DGUV Vorschrift 3 bzw. Tabelle 102 der VDE 0101-100.

Begründung: Elektrotechnisch unterwiesene Personen und Elektrofachkräfte können die Gefahren des elektrischen Stroms einschätzen und dürfen näher an die Gefahrenstellen heran. Dies spiegelt sich in den Tabellen 3 und 4 der DGUV Vorschrift 3 wider. Werden jedoch nicht elektrotechnische Arbeiten ohne Aufsicht durchgeführt, ist wegen der höheren Gefährdung zusätzlich eine feste Abdeckung außerhalb des Abstands nach Tabelle 3 der DGUV Vorschrift 3 nötig.

Elektrotechnische Arbeiten in …

Autor: Dipl.-Wirt.-Ing. Marion Stühler

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