11.08.2017

Erdschlussüberwachung in einem isolierten Netz

Erdschlussüberwachungssysteme

Jeder Energieversorger ist bemüht, großflächige bzw. längerfristige Abschaltungen des öffentlichen Netzes zu vermeiden. Durch unwetterbedingte oder andere Netzstörungen kommt es jedoch trotzdem zu Versorgungsausfällen.

Ausfall der Erdschlussüberwachung

Damit sich die Versorgung zumindest für ein bestimmtes Gebiet wieder aufnehmen lässt, werden Teile des betroffenen Mittelspannungsnetzes im Inselbetrieb durch Einspeisung über die Niederspannungsseite temporär weiterbetrieben. Mit dieser Variante kann die Versorgung einer gewissen Anzahl von Verbrauchern mit verhältnismäßig geringem Aufwand kurzfristig wieder aufgenommen werden. Dies hat aber auch zur Folge, dass die mit der Errichtung installierte Erdschlussüberwachung des Mittelspannungsnetzes unwirksam wird. Gleiches kann auch bei planmäßigen Wartungsarbeiten an einzelnen Strängen auftreten. Schon bei dem ersten einpoligen Erdschlussfehler kommt es dann zu einer Potenzialerhöhung der anderen Phasen gegenüber der Erde und damit zu einer stärkeren Spannungsbelastung des Teilnetzes. Werden überdies z.B. Montagearbeiten unter Spannung zur Störungsbeseitigung ausgeführt, müssen diese grundsätzlich sofort beendet werden.

Normative Anforderungen an Mittelspannungsnetze

Nach Abschnitt 6.1.1.1 der VDE 0101 (01/2000) heißt es: „Jedes elektrisch getrennte Netz mit isoliertem Sternpunkt oder mit Erdschlusskompensation muss mit einer Erdschlussüberwachung ausgerüstet sein, die die Erfassung oder das Abschalten …

Autoren: Jörg Adamus , Jens Jühling

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