17.02.2017

Einsatz von Überbrückungsgeräten an NH-Verteilungen?

Wechseln von NH-Sicherungen

Ausgangslage

Das Wechseln von NH-Sicherungen kann in der Praxis nicht immer im spannungs- und lastfreien Zustand erfolgen. Dies betrifft vor allem NH-Sicherungen im Bereich der öffentlichen Stromversorgung, mit deren Wechsel ohne Einsatz eines Überbrückungsgeräts die Stromversorgung einer größeren Anzahl von Verbrauchern unterbrochen werden müsste. Überbrückungsgeräte werden deshalb für folgende Tätigkeiten eingesetzt:

  • Austausch einer NH-Sicherung durch eine superflinke Arbeitssicherung, um die Gefährdung beim Arbeiten unter Spannung im entsprechenden Abgang zu reduzieren

  • Austausch einer NH-Sicherung gegen eine Messsicherung zur Kontrolle der am Abgang hängenden Last

  • Austausch der NH-Sicherung bei veränderter Last am Abgang

Einsatzbedingungen

Zu beachten ist, dass die oben aufgeführten Tätigkeiten nicht zu den sog. erlaubten Arbeiten unter Spannung gezählt werden dürfen (speziell Punkt 3, Tabelle 5 DGUV Vorschrift 3: „Herausnehmen und Einsetzen von nicht gegen direktes Berühren geschützten Sicherungseinsätzen mit geeigneten Hilfsmitteln, wenn dies gefahrlos möglich ist.“).

Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese Tätigkeiten unerlaubt sind, jedoch müssen die Anforderungen zum Arbeiten unter Spannung nach § 8 DGUV Vorschrift 3 in vollem Umfang berücksichtigt werden. Eine wesentliche Forderung ist, dass diese Arbeiten nur Elektrofachkräfte mit einer Zusatzausbildung zum Arbeiten unter Spannung ausführen dürfen. Fast noch wichtiger ist aber,…

Autor: Brose

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