04.08.2017

Arbeiten unter Spannung ohne PSA?

Auswahl der PSA entsprechend des Verfahrens

Mit dem Arbeiten unter Spannung ist immer das Tragen von persönlichen Schutzausrüstungen verbunden, gilt es doch, den Monteur vor einer Körperdurchströmung oder den Auswirkungen eines Störlichtbogens zu schützen. Der Umfang der erforderlichen Ausrüstungen richtet sich nach den jeweiligen zu erwartenden Gefährdungen. Nur in seltenen Fällen ist die Gesamtheit der verfügbaren, persönlichen Schutzausrüstungen für das Arbeiten unter Spannung erforderlich, wie z.B. bei Montagen an Niederspannungsfreileitungen.

Das Tragen von persönlichen Schutzausrüstungen stellt immer Einschränkungen für die Ergonomie dar. Gerade bei sommerlichen Temperaturen sind die isolierenden Handschuhe bei den Monteuren nicht gerade beliebt. Dünne Baumwollunterhandschuhe können da nur beschränkte Erleichterungen schaffen.

Gefahr soll an der Quelle beseitigt werden

Nach § 4 ArbSchG sind Gefahren an ihrer Quelle zu bekämpfen und persönliche Schutzmaßnahmen als nachrangig zu allen anderen zu sehen. Diese Forderung war der Ausgangspunkt für Überlegungen bei der VDSI-Fachgruppe Energie, ein AuS-Arbeitsverfahren so weiter zu entwickeln, dass auf die Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen völlig verzichtet werden kann.

Das Montageverfahren wurde veröffentlich mit der BGI 862.

Kriterien für die Zulassung

In Zusammenarbeit mit der BGFE wurde zu Beginn ein Lastenheft erarbeitet, in dem folgende Grundvoraussetzungen für eine spätere Zulassung aufgestellt wurden:

Während des gesamten …

Autor: Dr. Jens Jühling

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