28.05.2018

Transportkapazität: Transporeon informiert Lkw-Fahrer in Echtzeit

Die Transportkapazitäten nehmen wieder etwas ab. Da kommt es für Lkw-Disponenten darauf an, die Frachten noch genauer an die gerade bedienten Relationen anzupassen. Die Ulmer Transporeon-Gruppe hat dafür eine App mit Auftragsinfos für Lkw-Fahrer herausgebracht.

Apropos erwartete Engpässe bei Transportkapazität: Eine App hilft jetzt bei der Planung.

Transportpreisindex gibt nach

Der Index für Transportkapazität ist im ersten Quartal 2018 gegenüber dem vierten Quartal 2017 auf rund 110 Punkte gestiegen. Das geht aus dem Transport Market Monitor (TMM) hervor. Im Vergleich zum ersten Quartal 2017 sei er allerdings um 2,4 Prozent geringer. Der TMM wird von der Ulmer Logistikplattform Transporeon und der Managementberatung Capgemini Consulting viermal jährlich herausgeben.

Den Angaben zufolge sank der Transportpreisindex demnach im ersten Quartal 2018 auf knapp 92 Punkte. Der Rückgang im Vergleich zum vierten Quartal 2017 betrage 14,7 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal 2017 liege er rund sieben Prozent höher.

Transportkapazität: deutliches Wachstum im ersten Quartal

Im ersten Quartal 2018 verzeichnete der Index für Transportkapazität ein deutliches Wachstum, mit einem Höchststand von 131,9 Punkten im Februar. Im März sank der Indexwert jedoch – analog zu 1. Quartal 2017 – erneut auf 105,7 Punkte. Der Preisindex sank zu Jahresbeginn, stieg im März aber wieder an. Im Januar 2018 lag er 9,3 Prozent unter dem Index im Dezember 2017. Im Februar schloss der Index mit 87,2 Punkten, was einem weiteren Rückgang um 8,3 Prozent gleichkam.

Im Gegensatz dazu stiegen die Transportpreise im März wieder, was ein Plus von 7 Prozent beim Indexwert belegt. Das Jahr 2018 hat mit dem höchsten Kapazitätsindex und dem niedrigsten Preis der letzten 12 Monate begonnen. Betrachtet man jedoch die vergangenen Jahre, könnte es sich dabei um einen wiederkehrenden Trend handeln.

Im Jahresverlauf wiesen die ersten zwei Monate wiederholt die höchste Transportkapazität und niedrigere Preise auf.

Erneut Engpässe in der Transportkapazität für 2018 prognostiziert

Oliver Kahrs, Director Strategic Initiatives bei Transporeon, sagt laut „Eurotransport“ für 2018 erneut Kapazitätsengpässe voraus. Darauf könnten die im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres gestiegenen Transportpreise hindeuten, die die Erwartungen der Dienstleister widerspiegeln. Auch die aktuellen, internen Zahlen sowie die Aussagen der Europäischen Kommission sprächen dafür.

Kahrs: „Die EU prognostiziert in Europa weiterhin robustes Wirtschaftswachstum.“ Im Hinblick auf die ersten drei Monate dieses Jahres stellt Kahrs fest, dass nach einer saisonalen Erholung der verfügbaren Transportkapazität zu Jahresbeginn den verladenden Unternehmen bereits im März 2018 wieder deutlich weniger freier Laderaum zur Verfügung stand.

Mobile Order Management-App

Die Transporeon Group hat ihre Mobile Order Management-App (MOM App) erneut um bedeutende Funktionen erweitert. Die App informiert den Lkw-Fahrer in Echtzeit über Transportaufträge. Damit kann er eine Auslieferung mit digitaler Frachtdokumentation sowie umfassender Prozess-Transparenz vom Verlader bis zum Warenempfänger optimieren.

Nun hat Transporeon als weltweiter Anbieter cloudbasierter Lösungen für intelligente Transportlogistik die App um neue Funktionen und Schnittstellen erweitert. Zusätzliche Neuerungen sind bereits in der Entwicklung.

Verfügbar für iOS- und TomTom-Bridge

Die Speditionen benötigten bisher ein Android-Gerät. Nun ist die App auch auf Smartphones und Tablets von Apple (iOS) nutzbar. Die iOS-Version steht bereits im App-Store zum Download zur Verfügung. Transporeon sieht sich damit als einer der wenigen Anbieter von Telematik-Lösungen und Lkw-Fahrer-Apps, die als Betriebssystem Android und iOS unterstützen. Ebenso sei die MOM-App auch für TomTom-Bridge-Geräte verfügbar.

Eine weitere Neuerung ermöglicht die Nutzung über Systemgrenzen hinweg. Bisher konnten Spediteure, die eine Speditions-Software nutzen, Echtzeit-Informationen für individuelle, verladerspezifische Prozesse über eine Schnittstelle direkt aus ihrem System via Transporeon an den Verlader übergeben.

Nun hat Transporeon zusätzlich eine vereinfachte Basis-Schnittstelle entwickelt. Damit könne man aus der Speditionssoftware heraus diese Daten übermitteln:

  • Statusmeldungen des Standard-Prozesses
  • voraussichtliche Ankunftszeit (engl. ETA = Estimated Time of Arrival)
  • aktuelle Position des Fahrzeugs

Somit sei gewährleistet, dass Spediteure und ihre Fahrer mit der bestehenden Infrastruktur die Basis-Anforderungen für den Echtzeitdatenaustausch erfüllen können. Hier erhalten Sie mehr Informationen über das Mobile Order Management.

Autoren: Friedrich Oehlerking (Freier Journalist und Experte für Einkauf, Logistik und Transport),