17.05.2018

So sieht Zukunft aus: Global Sourcing bei Michelin

Der Michelin-Mann – seit 120 Jahren preist er mit seinen Rundungen Reifen aus Frankreich an. Der Kautschuk kommt aus aller Herren Länder. Das Global Sourcing dafür wird immer komplexer. Um es in Zukunft im Griff zu haben, hat Michelin den Einkauf auf neue Beine gestellt.

Die Einkaufsplattform Ivalua unterstützt Michelin beim Global Sourcing.

Michelins Global Sourcing profitiert von enger Kooperation

Das Zauberwort für das Global Sourcing beim französischen Reifenhersteller Michelin ist Ivalua. Die Einkaufsplattform stellt einen voll integrierten Prozess vom Sourcing bis zum Vertragsmanagement bereit. Profitieren davon soll vor allem die interne Zusammenarbeit der Einkaufsteams von Michelin.

Die Michelin-Gruppe ist einer der führenden Reifenhersteller. Sie lässt künftig von dem globalen, cloud-basierten Spend-Management von Ivalua die Sourcingprozesse für alle Einkaufsabteilungen automatisieren – in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien. Die Unternehmen Michelin und Ivalua arbeiten laut einer Mitteilung von Michelin bereits zusammen, und zwar für das Management von der Lieferantendatenbank, von jährlich 5.000 Verträgen sowie fünf Millionen Rechnungen in 55 Ländern. Der Erfolg dieser Projekte veranlasste Michelin dazu, die Kooperation mit Ivalua auszubauen.

Global Sourcing mit End-to-End-Suite von Beschaffungsmodulen

Mit Ivalua erhält der Kunde eine komplette End-to-End-Suite von Beschaffungsmodulen, die alle auf einer gemeinsamen Code-Basis aufsetzen. Die End-to-End-Suite hat den Angaben zufolge folgende Vorteile:

  • beschleunigt die Leistung
  • vereinfacht die Bereitstellung
  • erhöht die Stabilität
  • ermöglicht ein hohes Maß an Agilität zwischen den Funktionen und Rollen

Das Lieferantenportal bietet einen zentralen Ort, an dem Lieferanten Ausschreibungen prüfen und ihre Angebote abgeben können – vom Start einer Beschaffungsmaßnahme bis zur Auswahl des bevorzugten Lieferanten. Die Plattform ermöglicht den Einkäufern von Michelin die Zusammenarbeit mit Lieferanten, die an Ausschreibungen teilnehmen. Sie verbessere die Qualität und die Transparenz.

Zusammenarbeit zwischen internen Stakeholdern und Lieferanten beim Global Sourcing

Hélène Paul, Chefeinkäuferin der Michelin-Gruppe, verkündet, dass jeder Einkäufer im Jahr weltweit 1.500 Lieferantenanfragen für Waren und Dienstleistungen versendet.

Paul: „Wir brauchen daher ein System, das die Effizienz dieses Prozesses steigert, das gewährleistet, dass alle Teams Best Practices nutzen, und das die Zusammenarbeit zwischen internen Stakeholdern und Lieferanten verbessert.“

Ivalua ermögliche einen voll integrierten, globalen, strategischen Sourcing-Prozess, der genau das leiste.

Sourcing-Zyklus, Stakeholder und Lieferanten

Das sind die Tätigkeiten und Prozesse, bei denen Ivalua das Global Sourcing von Michelin unterstützt:

  • Der gesamte Prozess des strategischen Global Sourcing inkl. der Projekte, Auktionen und Anfragen wird einfacher, indem jederzeit auf alle Daten zugegriffen werden kann. Alle notwendigen Dokumente und Ausschreibungen werden an einem Ort zur Verfügung gestellt.
  • Es wird mit den wichtigsten Stakeholdern zusammengearbeitet, um Anfragen vorzubereiten, Angebote auszuwerten und Aufträge zu vergeben.
  • Die Lieferanten werden nach festgelegten Parametern bewertet. Daraufhin wird der Gesamtwert, den die Lieferanten darstellen, berechnet.
  • Ivalua bietet unternehmensweite Transparenz und Einblicke in alle Beschaffungsmaßnahmen, Fristen und Kosten.

Global Sourcing bedeutet immer komplexere Lieferketten

Gilles Bismuth, Senior Vice President für Business Development bei Ivalua: „Die Lieferketten werden immer komplexer und sind zunehmend global ausgerichtet.“

Deshalb greifen laut Bismuth Unternehmen wie Michelin auf Technologien zurück, die ihnen helfen, die wachsende Zahl von Sourcing-Anforderungen zu bewältigen. Ivalua bietet Michelin eine Lösung zur Verfolgung, Automatisierung und Optimierung des Lieferanten-Sourcings.

Die Beschaffungsteams hätten mehr Zeit für strategische Aufgaben und könnten so die unternehmerische Wertschöpfung steigern. Funktionalitäten für die Zusammenarbeit gäben den Beschaffungsteams zudem die Möglichkeit, mit den Lieferanten und untereinander zusammenzuarbeiten.

Bismuth: „Das erleichtert den Wissenstransfer und den Austausch von Erkenntnissen deutlich.“
Autor: Friedrich Oehlerking (Freier Journalist und Experte für Einkauf, Logistik und Transport)