Fachbeitrag | Einkauf
26.01.2016

Networking als ein Erfolgsgarant im Einkauf

Beziehungsmanagement und Networking war auch schon vor der Internetzeit die „Königsdisziplin“ im Einkauf. Vernetzt sein ist das A und O im Einkauf.

Networking als ein Erfolgsgarant im Einkauf© Sergey Nivens /​ fotolia.com

Nicht erst seitdem es Internet mit Web-basierten Lösungen wie Plattformen, Foren und Social-Media-Tools usw. gibt, kann mit großer Sicherheit davon ausgegangen werden, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Beziehungsmanagement im Einkauf und dem Erfolg einer Einkaufsfunktion gibt.

Je besser sich der Einkauf eines Unternehmens mit relevanten Personen, Unternehmen und Organisationen vernetzt, desto erfolgreicher ist in der Regel diese Einkaufsfunktion.

Möglichkeiten im Einkauf

Ein Einkauf, der früh eingebunden werden möchte, muss regelmäßig zuerst beweisen, weshalb es sinnvoll ist, dies zu tun. Der Einkauf muss deshalb Vorleistung erbringen, um Akzeptanz und Vertrauen zu erhalten. Erst, wenn sich der Einkauf als die nutzbare Schnittstelle in die Märkte verdient gemacht hat, kann er erwarten, dass diese Leistung
von anderen Fachbereichen akzeptiert und genutzt wird. Das Motto eines Einkaufs sollte deshalb sein: „Wer etwas braucht, wer neue Möglichkeiten sucht – der geht zum Einkauf, denn die wissen, wo etwas mit welchem Aufwand und wie zuverlässig zu finden ist!

Ob es sich um neue Produkte, alternative Lieferquellen, mögliche neue Beschaffungsmärkte oder Erweiterung und Austausch innerhalb des Lieferantenportfolios handelt: Je besser der Einkauf in die Aufgabenstellungen des gesamten Unternehmens integriert ist, desto besser können die Ergebnisse für das Unternehmen sein. Immer dann, wenn der Einkauf die Beteiligten im eigenen Unternehmen mit Informationen und Kontakten versorgen kann, wird das Unternehmen auf Anforderungen schneller und genauer reagieren oder bei eigenen Initiativen gezielter agieren können.

Networking und Beziehungsmanagement = „harte Arbeit“

Obwohl es sich beim Networking nicht um etwas wirklich Neues handelt, werden die Bedeutung und der Wert eines guten Beziehungsmanagements trotzdem regelmäßig unterschätzt. Entweder wird nicht ausreichend Wert darauf gelegt, die Kompetenz im Einkauf nach intern und extern richtig zu positionieren oder es werden nicht die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung gestellt.

Networking intern und Beziehungsmanagement nach extern verlangen auf der einen Seite Zeit und Geschick, mit Kontakten und Ansprechpartnern „richtig“ umzugehen, auf der anderen Seite die technischen Voraussetzungen und organisatorischen Strukturen, effizient und zeitgemäß handeln zu können.

Eine gut gepflegte Bezugsquellendatei, die weit über die reine Lieferantendatenbank hinausgeht, gehört mindestens ebenso dazu, wie die Fähigkeit, die „richtigen“ Mitarbeiter ins Netzwerk einzubauen, um gute Kontakte zu pflegen. Nur wer es als Verantwortlicher akzeptiert, dass Beziehungsmanagement harte Arbeit ist und vom Einkauf verlangt, neben Anfragen und Verhandlungen auch diese Tätigkeit als Kernkompetenz einzusetzen, wird auf Dauer die Früchte des Erfolgs ernten.

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Autor: Markus Lemme 

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