04.08.2020

neska und Panattoni: Spatenstich für neue Logistikimmobilie am Neckar

Auf einem ehemaligen Industrie-Areal in Ladenburg am Neckar entstehen auf einem Brownfield 54.000 qm Logistikfläche. Das Grundstück gehörte früher einem Putzmittelhersteller. Es ist das zweite gemeinsame Projekt der Logistiker neska und Panattoni. Spatenstich war am 27. Juli 2020.

Logistikimmobilie Neckar

Vom Brownfield zu Regional-Logistikimmobilie

Das Brownfield liegt direkt am Neckar. Unter einem Brownfield versteht man die Konversion und Nutzung ehemaliger Industrieflächen – im Gegensatz zu Greenfields, bei denen ein Grundstück von Grund auf neu eingerichtet werden muss und bislang unbebaute Flächen für Neubauten genutzt werden.

Das Grundstück am Neckar gehörte zuvor einem Hersteller von Reinigungsprodukten und Haushaltswaren, wie es in einer Mitteilung von Logistikdienstleister Panattoni an die Presse heißt. Er bezieht Teile der bestehenden Industrie- und Chemieanlagen in das neue Nutzungskonzept ein und verwendet sie weiter. Im Vorfeld waren zunächst umfangreiche Abbrucharbeiten vonnöten. Anschließend fiel der Startschuss für die Bauarbeiten auf dem Gelände.

Lager- und Distributionszentrum für neska-Kunden in der Region

Panattoni, nach eigener Einschätzung führender Projektentwickler für Industrie- und Logistikimmobilien in Europa, entwickelte das Projekt in Ladenburg bei Mannheim gemeinsam mit dem Duisburger Schifffahrts- und Speditionskontor neska. neska, ein bundesweit aktiver Logistikdienstleister, will die Immobilie als Lager- und Distributionszentrum für seine Kunden in der Region nutzen. Den Mietvertrag haben die Partner trotz diversen Umständen und Herausforderungen durch die Corona-Krise bereits im März gezeichnet. Panattoni erreichte damit die Vollvermietung der Immobilie noch vor Baubeginn im Juni 2020.

Die Logistikfläche beträgt

  • rund 54.000 qm
  • eine Höhe von 10 m Unterkante Binder (UKB)
  • etwa 3.000 qm Bürofläche,
  • 152 Pkw- und
  • 24 Lkw-Stellplätze.

In der Immobilie wird ein hochmodernes Regallager integriert, betrieben mit teilautomatisierten Schmalgangstaplern. Um eine möglichst nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten, wird auf dem Dach des Gebäudes eine Photovoltaik-Anlage installiert.

Chemische Produkte, wassergefährdeten Stoffe

neska lagert und transportiert als Logistikpartner für Industrie und Handel die Güter der regionalen Industrie. Dazu gehören chemische Produkte und wassergefährdeten Stoffe wie etwa Desinfektionsmittel oder Farbstoffe. Daher werden in der neuen Logistikimmobilie in Ladenburg die Bestimmungen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen der Wassergefährdungsklasse 3 umgesetzt. Für neska stellt der Standort einen erheblichen Vorteil für das bundesweite Netzwerk von Terminals und Niederlassungen dar, da er eine optimale Anbindung für Lkw, Bahn und Schiff bietet.

Revitalisierungsprojekt im Düsseldorfer Hafen

neska und Panattoni hatten bereits 2017 bei einem Revitalisierungsprojekt im Düsseldorfer Hafen zusammengearbeitet. neska mietete dort eine Logistikimmobilie mit insgesamt 11.700 qm Fläche im zweiten Bauabschnitt des von Panattoni entwickelten Logistikparks im Düsseldorfer Hafen. Dort war die unmittelbare Nähe zum Container-Terminal für neska ein entscheidender Vorteil für die Erweiterung der Geschäftstätigkeiten. Mit der Fertigstellung des Projekts in Ladenburg rechnet Panattoni im dritten Quartal 2021. Für die Vermarktung war das Maklerhaus Colliers International zuständig. Mieter neska hat das Unternehmen Baumüller & Co. bei der Anmietung beraten.

Verbesserung für neska-Kunden

Alen Petrusic, Leiter der neska-Niederlassung in Mannheim:

„Durch das neue Logistikzentrum in Ladenburg können wir unsere bestehenden Niederlassungen in Mannheim und Umgebung an einen modernen und effizienten Standort optimal zusammenfassen.“
Das bedeute für neska und seine Kunden eine bedeutende Verbesserung. Fred-Markus Bohne, Managing Partner bei Panattoni:
„Die Zusammenarbeit mit den beteiligten Partnern funktioniert vorbildlich. Mit der Revitalisierung der Flächen leisten wir einen nachhaltigen Beitrag für den Wirtschaftsstandort.“

Autor: Friedrich Oehlerking (Freier Journalist und Experte für Einkauf, Logistik und Transport)