Fachbeitrag | Einkauf
04.09.2015

Qualität: Der Einkauf als bester Lieferant des Unternehmens

Der Einkauf hat viele Gesichter und Qualität auch! Doch auf welches kommt es uns im Einkauf an? Geht es nur um technische Merkmale oder haben wir darüber hinaus auch andere Anforderungen? Wer sind die Kunden des Einkaufs? Setzen Sie auf die richtige Qualität.

Für mehr Qualität© Jakub Jirsák /​ fotolia.com

Mehr Qualität im Einkauf

Um für Ihre Kunden die bestmögliche Leistung zu erbringen und auf Dauer die Position des Einkaufs im Unternehmen zu stärken, sollten Sie sich die Aufgaben des Qualitätsmanagements im Einkauf bewusst machen:

  1. Management der Qualität der zugekauften Produkte (Sachleistung des Einkaufs)
  2. Management der Qualität der Leistungen der Abteilung/der Mitarbeiter im Einkauf (Dienstleistungen des Einkaufs im Unternehmen)

Machen Sie Ihre Abteilung „fit“, wenn es darum geht, dass Sie sich als Lieferant bzw. Dienstleister im Unternehmen positionieren sollen:

Geben Sie Unterstützung und seien Sie Berater Ihrer Mitarbeiter. Begleiten Sie Ihre Leute innerhalb des Einkaufsprozesses bzw. bei wichtigen Projekten, bei denen der Einkauf beteiligt ist. Stellen Sie Defizite und Potenziale bei Ihrem Team fest, die die Dienstleitungsqualität Ihrer Abteilung gefährden bzw. voranbringen können, so leiten Sie entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen ein.

Qualität bei zugekauften Produkten

Die Anforderungen der Verwender – Ihrer internen Kunden – richten sich erfahrungsgemäß zunächst auf die Sachleistung des Einkaufs.

Und diese wiederum bezieht sich auf ein bestimmtes Beschaffungsobjekt und ist zu messen als Fähigkeit,

  • die geforderten Leistungsmerkmale bereitzustellen
  • die geforderten Lieferservice-Konditionen zu gewährleisten
  • möglichst geringe Kosten zu „produzieren“.

Damit Sie diesen Anforderungen gerecht werden, gilt es zunächst einmal, dass Sie die Bedeutung der Materialqualität innerhalb des Qualitätsmanagements im Einkauf beschreiben und verstehen. Dies gelingt Ihnen und Ihrem Team sehr gut, wenn Sie sich die Folgen von schlechter Qualität bewusst machen und diese erfassen.

Wenn schlechte Qualität eingekauft wird

Schlechte Materialqualität führt zu Produktfehlern, die die Gebrauchstauglichkeit des produzierten Enderzeugnisses infrage stellen. Auch kann schlechte Qualität Abweichungen von vorgegebenen Toleranzen des Abnehmers verursachen oder die Zuverlässigkeit dieses Produkts bzw. eines Bauteils beeinträchtigen.

Schlechte Materialqualität erzwingt

  • Lagerbestände an fremdbezogenen Komponenten und eigengefertigten Teilen und Baugruppen, um die Lieferfähigkeit der nachfolgenden Fertigungsstufe zu sichern.
  • umfangreiche Prüfvorgänge vor sowie während der Fertigung und verlängert dadurch die Durchlaufzeit

Ihre Aufgabe mit einem guten Qualitätsmanagement im Einkauf ist es, diese Fehler zu vermeiden – und zwar gleich zu Beginn der Wertschöpfungskette. Wenn Sie sich diese vermeidbaren Punkte vor Augen führen, werden Sie diese Aufgabe sicherlich sehr gerne wahrnehmen.

Zum wichtigen Thema Einkauf und Qualität können Sie in unserem Online-Titel Einkauf – Logistik – Transport vieles nachlesen und erfahren, z.B. in diesen Beiträgen:

  • Von der Einkaufsstrategie zur Bestellabwicklung
  • Prozesscontrolling
  • Green Procurement
  • Einkaufsstrategien im Krisenfall
  • Efficient Consumer Response
  • Rohstoffeinkauf in der Lebensmittelbranche
  • Einkaufs-FMEA

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Autor: Markus Lemme 

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